Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Johann Wadephul, hat bei seinem Besuch in Peking die Wichtigkeit fairer Handelsbeziehungen zwischen Deutschland, der Europäischen Union und China hervorgehoben. Im Gespräch mit Vertretern der Kommunistischen Partei Chinas betonte Wadephul, dass offener und gerechter Handel eine Grundvoraussetzung für stabile internationale Wirtschaftsbeziehungen sei.
Er unterstrich, dass fairer Wettbewerb nicht nur im gegenseitigen Interesse liege, sondern auch Vertrauen in die globale Wirtschaftsordnung stärke. „Wir brauchen gleiche Regeln für alle“, sagte der CDU-Politiker.
Faire Handelsbedingungen als Priorität
Wadephul verwies darauf, dass europäische Unternehmen in China häufig mit strukturellen Nachteilen konfrontiert seien – etwa durch ungleiche Marktbedingungen oder staatlich beeinflusste Wirtschaftspraktiken. Deutschland und die EU setzten sich daher für Transparenz, Investitionsschutz und den Abbau von Handelshemmnissen ein.
Die Gespräche in Peking zielten auch darauf ab, geopolitische Spannungen im wirtschaftlichen Bereich zu mindern und langfristige Kooperationen in Bereichen wie Technologie, Energie und Klimaschutz zu fördern.
Kontext: Handelsbeziehungen zwischen EU und China
China ist für die Europäische Union einer der wichtigsten Handelspartner, doch das Verhältnis ist zunehmend komplex. Themen wie Menschenrechte, Subventionspolitik und Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen dominieren immer stärker den Dialog. Deutschland versucht dabei, eine Balance zu halten: den wirtschaftlichen Austausch zu pflegen, ohne Abhängigkeiten zu verstärken.
Wadephuls Besuch knüpft an die jüngsten diplomatischen Bemühungen der Bundesregierung an, den Dialog mit China trotz kritischer Differenzen fortzusetzen.
Quellen
Wadephul betont in Peking Bedeutung von fairem Handel
Deutschlands Wadephul drängt auf fairen Handel in China