Mit neuen polarisierenden Aussagen hat US-Präsident Donald Trump erneut für internationale Irritationen gesorgt. In einem Interview äußerte er Zweifel an der Leistungsbereitschaft der NATO-Soldaten während des Afghanistan-Einsatzes. Besonders Großbritannien reagierte mit scharfer Kritik und sprach von einer „Beleidigung gegenüber all jenen, die im Dienst gefallen sind“.
Premierminister Keir Starmer bezeichnete Trumps Worte als „entsetzliche Verunglimpfung der Opfer und der gemeinsamen Werte, die unser Bündnis verbinden“. Auch Verteidigungsministerin Rachel Reeves betonte, dass die NATO nur durch gegenseitiges Vertrauen und Respekt funktionieren könne.
London fordert Klarstellung aus Washington
Die britische Regierung forderte umgehend eine diplomatische Erklärung aus Washington. „Solche Bemerkungen gefährden das Vertrauen innerhalb der Allianz und spielen den Gegnern in die Hände“, hieß es aus Regierungskreisen.
Analysten sehen in Trumps Äußerungen eine gezielte Provokation im beginnenden US-Wahlkampf, um seine parteipolitische Basis zu mobilisieren.
Sorge um transatlantische Beziehungen
In Brüssel und anderen europäischen Hauptstädten wächst nach den jüngsten Aussagen die Sorge um die Stabilität der NATO. Diplomaten fürchten, dass die erneuten Spannungen zwischen London und Washington die gemeinsame Sicherheitsstrategie belasten könnten.
Gleichzeitig betonen Experten, dass Großbritannien sich in den letzten Jahren immer stärker als verlässlicher Verteidigungspartner innerhalb der NATO positioniert hat – insbesondere nach dem Austritt aus der EU.
Quellen
Großbritannien empört über “entsetzliche” Trump-Aussagen
Briten empört über Trumps »absolute Beleidigung« gefallener Soldaten