Nachdem US‑Präsident Donald Trump erklärt hatte, die im Iran angesetzten Hinrichtungen nach den jüngsten Demonstrationen seien gestoppt worden, reagierte die iranische Justiz mit deutlicher Zurückweisung. Offizielle Stellen in Teheran bezeichneten die Aussage als „falsch und unbegründet“. Demnach gebe es keine Entscheidung, angesetzte Vollstreckungen zu verschieben oder auszusetzen.
Hintergrund der Proteste
Die jüngsten Unruhen im Iran hatten sich Ende 2025 an wirtschaftlicher Not und politischer Unzufriedenheit entzündet. In mehreren Städten kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften. Zahlreiche Aktivisten wurden festgenommen, einige von ihnen stehen inzwischen vor Gericht. Internationale Organisationen kritisieren das Vorgehen der iranischen Behörden als unverhältnismäßig.
Wachsende Spannungen mit den USA
Trumps Äußerung wurde in Teheran offenbar als Versuch gewertet, Einfluss auf die innenpolitische Lage des Landes zu nehmen. Zugleich wächst die Sorge, Washington könne die Lage nutzen, um den Druck auf den Iran weiter zu erhöhen oder sogar militärisch zu reagieren. Offiziell betonen US‑Vertreter jedoch weiterhin ihren Willen, „diplomatisch zu deeskalieren“.
Internationale Reaktionen
Menschenrechtsgruppen begrüßen zwar jede Diskussion über ein mögliches Aussetzen der Hinrichtungen, warnen jedoch vor voreiligen politischen Spekulationen. Die UN‑Hochkommissarin für Menschenrechte rief beide Seiten zu Dialog und Transparenz auf. Beobachter rechnen dennoch mit anhaltender Spannung zwischen Teheran und Washington, auch weil beide Länder innenpolitisch unter Druck stehen.
Quellen
Irans Justiz widerspricht Trump
Exekutionen gestoppt? Iran widerspricht Trump


