Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (CDU), sorgt derzeit für Schlagzeilen durch ihre Reformpläne im Förderprogramm „Demokratie leben!“. Die Kontroverse um Kürzungen bei über 200 Projekten dominiert die Berichterstattung.
Kontroverse um „Demokratie leben!“
Karin Prien plant, bis Jahresende die Finanzierung vieler Projekte im Programm „Demokratie leben!“ einzustellen, um 60 Millionen Euro einzusparen und neue Schwerpunkte zu setzen. Betroffen sind Bereiche wie Innovationsprojekte und Infrastruktur, die eigentlich bis 2032 laufen sollten; stattdessen sollen Antisemitismus, islamistischer Extremismus und Linksextremismus stärker priorisiert werden. Kritiker wie Wolfgang Thierse warnen vor einer Gefährdung der Demokratieförderung.
Interne Kritik im Ministerium
Mitarbeiter des Familienministeriums werfen Karin Prien vor, „kopflos und chaotisch“ zu agieren, und nennen die Vorgehensweise „peinlich“. Insider sehen politische Motive, da das Programm in Teilen der Union als zu linkslastig gilt; mindestens 15 gestoppte Projekte hätten bereits Antisemitismus-Schwerpunkte gehabt. Die Ministerin verteidigt die Maßnahmen als notwendige Evaluation zur Wirksamkeit.
Hintergrund und Reaktionen
Karin Prien, seit Mai 2025 im Amt, stammt aus Schleswig-Holstein und war zuvor dort Bildungsministerin. Organisationen wie die Bildungsstätte Anne Frank verlieren Stellen und Mittel, während der Zentralrat der Juden die Neuausrichtung begrüßt. Oppositionsparteien kritisieren die Kürzungen scharf, doch Prien betont Effizienzsteigerung inmitten knapper Haushaltsmittel.
Quellen
„Agieren kopflos und chaotisch – peinlich“: Mitarbeitende kritisieren Familienministerin Prien wegen Kürzungen an „Demokratie leben“
Ist Karin Prien getrieben – oder hat sie einen Plan?