Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im November weiter eingetrübt. Laut der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) fiel der Konsumklimaindex von -22,5 Punkten im Oktober auf -24,1 Punkte. Damit erreicht er den niedrigsten Stand seit April dieses Jahres und bleibt deutlich hinter den Erwartungen der Ökonomen zurück.
Gründe für den Einbruch
Hauptursache für den Rückgang sind drastisch gesunkene Einkommenserwartungen der Verbraucher. Viele Haushalte rechnen erneut mit einer stagnierenden oder sogar rückläufigen Kaufkraft, da steigende Lebenshaltungskosten und hohe Energiepreise die Budgets belasten.
Zudem wächst die Sorge um die wirtschaftliche Stabilität und Arbeitsplatzsicherheit. Die anhaltende Unsicherheit über die geopolitische Lage, insbesondere die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, sowie die schwache globale Nachfrage verschärfen das Misstrauen der Konsumenten.
Keine kurzfristige Besserung in Sicht
Laut GfK-Experten ist kurzfristig keine Trendumkehr zu erwarten. Das schwache Vertrauen der Verbraucher spiegelt die insgesamt fragilen wirtschaftlichen Aussichten wider. Trotz sinkender Inflation und leichter Entlastung bei Energiepreisen bleibt die Sparneigung der privaten Haushalte hoch, während die Kauflust weiter nachlässt.
Zitate
Deutsche Verbraucherstimmung sinkt unerwartet – tradingeconomics.com
Deutsche Verbraucherstimmung verschlechtert sich erneut – morningstar.com