Argentinien steht im März 2026 im Fokus internationaler Berichterstattung. Präsident Javier Milei treibt seine wirtschaftsliberalen Reformen voran, während das Land den 50. Jahrestag des Militärputsches gedenkt.
Mileis Arbeitsmarktreform genehmigt
Der Senat Argentiniens hat kürzlich die umstrittene Arbeitsmarktreform von Präsident Milei mit 42 zu 28 Stimmen verabschiedet. Sie ermöglicht längere Arbeitstage bis zu 12 Stunden, reduziert Abfindungen und beschränkt Streikrechte, um mehr offizielle Beschäftigung zu schaffen.
Trotz Protesten sieht Milei darin einen Meilenstein für die Wirtschaft, die 2025 um 4,4 Prozent wuchs.
2026 als Jahr der Strukturreformen
In seiner Rede zur Eröffnung des Kongresses rief Milei 2026 zum “Jahr der Strukturreformen” aus und kündigte 90 Maßnahmen an, darunter Steuerreformen, Deregulierungen und Bildungsinitiativen. Ziel ist es, Argentinien zum “freiesten Land der Welt” zu machen.
Die Inflation sank unter Milei von 211 Prozent auf 31 Prozent, doch Armut und Arbeitslosigkeit bleiben Herausforderungen.
50 Jahre Militärputsch: Massendemonstrationen
Zum 50. Jahrestag des Putsches am 24. März 1976 demonstrierten Tausende in Buenos Aires gegen die Diktatur unter Jorge Rafael Videla, die bis zu 30.000 Menschen das Leben kostete. Viele Opfer gelten als “Verschwundene”.
Präsident Milei kritisiert die Erinnerungskultur, während Menschenrechtsgruppen volle Aufklärung fordern.
Kirchenführer mahnten “Nie wieder” anlässlich der Gedenkveranstaltungen
Quellen
Regierung Milei verstärkt Druck auf Journalisten
Milei kündigt weitere tiefgreifende Reformen in Argentinien an