Der Nikkei 225, Japans führender Aktienindex, erlebt derzeit starke Turbulenzen durch geopolitische Spannungen. Am 9. März 2026 fiel der Nikkei 225 um rund 7 Prozent und brach unter die 52.000-Punkte-Marke.
Dramatischen Einbruch am Montag
Der Nikkei 225 verlor über 4.000 Punkte, was den größten Tagesverlust seit Monaten darstellt. Der Index schloss bei etwa 51.738 Punkten nach einem frühen Handel mit bis zu 8-prozentigem Minus. Exportorientierte Unternehmen wie SoftBank und Chipausrüster wie Advantest und Tokyo Electron waren besonders betroffen.
Ursachen: Ölpreis und Iran-Konflikt
Höhere Ölpreise durch den eskalierenden Konflikt im Nahen Osten belasten Japan als rohstoffarmes Land stark. Brent-Öl stieg um bis zu 26 Prozent auf über 116 Dollar, was seit Kriegsbeginn ein Plus von 60 Prozent bedeutet. Der US-israelische Offensiv gegen Iran im siebten Tag und Schiffsverkehrseinschränkungen in der Straße von Hormus verstärken die Unsicherheit.
Vorherige Schwankungen
In den Vorwochen hatte der Nikkei 225 Höhen von über 59.000 Punkten erreicht, fiel aber wöchentlich um mehr als 5 Prozent. Am 6. März 2026 schloss er bei 55.621 Punkten mit einem Tagesplus von 0,62 Prozent. Die Volatilität liegt bei rund 11 Prozent im Dreimonatsvergleich.
Ausblick und Marktreaktionen
Anleger fliehen in sichere Häfen wie den US-Dollar, der bei 158 Yen notiert. Der Nikkei 225 könnte sich erholen, wenn der Konflikt ent eskaliert, doch anhaltende Ölpreissteigerungen bergen Rezessionsrisiken. Beobachter raten zu Vorsicht bei energieabhängigen Sektoren.
Quellen
Börsen in Ostasien brechen nach Ölpreisanstieg ein – Nikkei verliert 7 Prozent
Aktien Asien: Iran-Krieg belastet Tokio und Hongkong – Ölpreise steigen