Die Ratingagentur Moody’s rechnet für das Jahr 2025 mit einem nur geringen Wirtschaftswachstum in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll demnach lediglich um 0,3 Prozent zulegen. Damit bleibt die deutsche Wirtschaft weiterhin in einer Phase der Stagnation, nachdem sie sich in den vergangenen Jahren nur schleppend von Energiekrise, Lieferkettenproblemen und hoher Inflation erholt hat.
Verbesserte Aussichten für 2026
Für das Jahr 2026 erwartet Moody’s eine leichte Beschleunigung des Wachstums auf 1,4 Prozent. Diese Entwicklung dürfte durch eine allmähliche Erholung der Inlandsnachfrage sowie eine Stabilisierung der weltweiten Konjunktur gestützt werden. Insbesondere die deutsche Exportwirtschaft soll laut Prognose wieder stärker zur Wertschöpfung beitragen, wenn sich die globale Nachfrage erholt.
Inflation auf dem Rückzug
Moody’s rechnet zugleich mit einer schrittweisen Entspannung bei den Verbraucherpreisen. Demnach soll die Inflation im kommenden Jahr weiter nachlassen, nachdem sie 2023 und 2024 viele Haushalte erheblich belastet hatte. Die sinkenden Energiepreise sowie eine vorsichtigere Lohnentwicklung könnten dazu beitragen, die Preissteigerungen zu dämpfen.
Politische Herausforderungen bleiben
Trotz der leicht positiven Aussichten für 2026 warnt Moody’s vor anhaltenden Risiken: Fachkräftemangel, schwache Investitionstätigkeit und hohe strukturelle Kosten belasten die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Die Bundesregierung steht vor der schwierigen Aufgabe, mit gezielten Reformen und Anreizen die wirtschaftliche Dynamik wiederzubeleben.
Zitate
Moody’s revidiert den Ausblick für die deutsche Sachversicherungsbranche von negativ auf stabil – reinsurancene.ws
Prognosen zufolge wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 eine überdurchschnittliche Leistung erbringen – goldmansachs.com


