Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat im Hinspiel gegen Spanien trotz klarer Feldüberlegenheit keinen Sieg errungen. Die Partie im Rahmen der Nations League endete 0:0. Besonders in der ersten Halbzeit erspielte sich das Team von Bundestrainer Horst Hrubesch mehrere gute Möglichkeiten, scheiterte jedoch mehrfach an der spanischen Torhüterin oder an der eigenen Effizienz im Abschluss.
Spanien, amtierender Weltmeister von 2023, tat sich lange schwer, die kompakte deutsche Abwehrreihe zu durchbrechen. Kapitänin Alexandra Popp und Klara Bühl sorgten auf deutscher Seite für die größten Torgefahren, während auf der Gegenseite Jennifer Hermoso einen der wenigen spanischen Konter nicht nutzen konnte.
Defensive Stabilität als positives Signal
Während die fehlende Chancenverwertung Kritik hervorruft, zeigte sich vor allem die Defensive stabiler als in den Qualifikationsspielen des vergangenen Jahres. Hrubesch lobte nach dem Spiel den „Teamgeist und die Ordnung im Abwehrverhalten“. Auch Torhüterin Merle Frohms hielt in entscheidenden Momenten sicher und bewahrte ihr Team vor einem Rückstand.
Analysten sehen das Remis als solides Ergebnis gegen einen technisch starken Gegner. Der Fokus für das Rückspiel liegt nun auf der Effizienz im Angriff – ein Punkt, an dem das Team zuletzt wiederholt zu kämpfen hatte.
Blick auf das Rückspiel und die Gruppenkonstellation
Mit dem Unentschieden bleibt Deutschland in der Nations-League-Gruppe weiter im Rennen um den Gruppensieg, muss jedoch im Rückspiel in Frankfurt dringend einen Dreier holen, um das Finalturnier zu erreichen. Spanien führt die Gruppe mit einem Punkt Vorsprung an.
Das Rückspiel findet kommende Woche statt und dürfte erneut ein Schlüsselspiel im Kampf um die Olympia-Qualifikation werden. Ein Sieg würde den DFB-Frauen nicht nur sportlich, sondern auch moralisch enormen Auftrieb geben.
Quellen
Trotz vieler Chancen: DFB-Frauen im Hinspiel gegen Spanien torlos
