Zehn Ausflugsziele rund um Konstanz, die Natur, Geschichte und Abenteuer verbinden

15/08/2026
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@2026 Touristinfo Singen

Konstanz ist weit mehr als eine schöne Altstadt am Bodensee. Die Stadt liegt im Zentrum einer Region, in der mittelalterliche Festungen, UNESCO-Kulturstätten, Tierparks, Wasserfälle und ungewöhnliche Wanderwege eng beieinanderliegen. Wer seinen Ausflug nicht auf einen Spaziergang am Seeufer beschränken möchte, findet rund um Konstanz zahlreiche Ziele für Familien, Kulturinteressierte, Wanderer und alle, die Natur einmal aus einer anderen Perspektive erleben wollen.

Die folgenden zehn Ausflugstipps zeigen, wie vielseitig die Gegend ist. Einige Ziele liegen direkt im Kreis Konstanz, andere führen über die Grenze in die Schweiz. Gerade diese Mischung macht die Region besonders reizvoll: An einem Wochenende lassen sich Bodensee-Landschaft, regionale Geschichte und grenzüberschreitende Ausflugsziele miteinander verbinden.

Hohentwiel: Geschichte mit digitaler Zeitreise

Hoch über Singen erhebt sich die Festungsruine Hohentwiel. Die Anlage gehört zu den eindrucksvollsten historischen Orten in der Umgebung von Konstanz und zählt zu den größten Festungsanlagen Deutschlands. Ihre Geschichte reicht von der Zeit der Herzöge von Schwaben bis zur württembergischen Landesfestung.

Heute ist der Hohentwiel vor allem deshalb interessant, weil sich der Besuch nicht auf Mauern und Aussichtspunkte beschränkt. Die kostenlose App „Monumente 3D“ rekonstruiert Teile der Festung digital und zeigt, wie die Anlage vor ihrer Zerstörung ausgesehen haben könnte. Besucher können historische Gebäude virtuell betrachten und sich per Audiotour durch die Geschichte führen lassen.

Die digitale Darstellung ersetzt den realen Ort nicht, sondern hilft dabei, die Ruine besser zu verstehen. Für Familien und jüngere Besucher ist das ein wichtiger Vorteil: Geschichte wird nicht nur erklärt, sondern sichtbar gemacht. Wer die App nutzen möchte, sollte sie bereits vor der Anfahrt herunterladen.

Adresse: Festungsruine Hohentwiel, Auf dem Hohentwiel 2a, 78224 Singen. Am Infozentrum gibt es nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert.

Wildpark Allensbach: Naturerlebnis für die ganze Familie

Der Wild- und Freizeitpark Allensbach verbindet Tierbeobachtung mit Bewegung und Spiel. Auf einer rund 75 Hektar großen Anlage leben mehr als 300 Tiere, darunter Wölfe, Bären, Wisente, Luchse, Hirsche und Greifvögel. Viele Wege führen durch Wald und offene Landschaft, sodass der Besuch eher an einen ausgedehnten Naturspaziergang als an einen klassischen Freizeitpark erinnert.

Gleichzeitig bietet der Park genügend Attraktionen für Kinder, die nach einigen Tiergehegen Abwechslung suchen. Dazu gehören Spielplätze, Kettcars, eine Riesenschaukel und ein hoher Rutschenturm. Diese Kombination ist auch für das Lernen interessant: Kinder erleben Tiere in einer naturnahen Umgebung und können gleichzeitig spielerisch mehr über die heimische Tierwelt erfahren.

Für einen Besuch sollte man mehrere Stunden einplanen. Besonders an Wochenenden lohnt es sich, früh anzureisen, weil die Wege weitläufig sind und der Park zu den beliebten Familienzielen rund um Konstanz gehört.

Adresse: Gemeinmärk 7, 78476 Allensbach. Der Park ist ganzjährig geöffnet. Die aktuellen Kassenzeiten sollten vor der Fahrt geprüft werden.

Burg Hohenklingen und Stein am Rhein

Wer einen Ausflug mit historischem Stadtbild und beeindruckender Aussicht verbinden möchte, sollte zur Burg Hohenklingen oberhalb von Stein am Rhein fahren. Die rund 1200 Jahre alte Burg liegt über der Altstadt und eröffnet einen weiten Blick über den Rhein, den Untersee und die umliegende Landschaft.

Der eigentliche Reiz liegt im Zusammenspiel von Burg und Stadt. Nach dem Besuch der Festung lohnt sich ein Rundgang durch Stein am Rhein mit seinen bemalten Häuserfassaden und mittelalterlichen Gassen. Auch die Johanneskirche gehört zu den bemerkenswerten Stationen. Ihre Ursprünge reichen bis in die frühchristliche Zeit zurück.

Die Burg eignet sich besonders für Besucher, die nicht nur ein einzelnes Fotomotiv suchen, sondern regionale Geschichte in mehreren Schichten erleben möchten. Im Burgrestaurant können Gäste regionale Spezialitäten genießen und dabei den Blick über die Landschaft schweifen lassen.

Parkplätze befinden sich in der Stadt. Von dort lässt sich der Besuch mit einem Spaziergang verbinden.

Rheinfall: Europas Kraft in wenigen Minuten

Der Rheinfall bei Schaffhausen ist eines der bekanntesten Ziele in der weiteren Umgebung von Konstanz. Die Dimensionen machen verständlich, warum der Wasserfall jedes Jahr zahlreiche Besucher anzieht: Das Wasser stürzt auf einer Breite von etwa 150 Metern rund 23 Meter in die Tiefe. Pro Sekunde fließen ungefähr 600.000 Liter Wasser über die Felskante.

Der Besuch ist eindrucksvoll, aber auch stark von der Perspektive abhängig. Von den Aussichtsplattformen wirkt der Rheinfall gewaltig und geschlossen. Eine Bootsfahrt vermittelt dagegen die Dynamik des Wassers aus unmittelbarer Nähe. Wer fotografieren möchte, sollte die Lichtverhältnisse beachten. Am frühen Morgen oder am späten Nachmittag ist der Besucherandrang häufig angenehmer als zur Mittagszeit.

Der Rheinfall ist ganzjährig sehenswert. Gebührenpflichtige Parkplätze sind vorhanden. Auch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich. Für einen grenzüberschreitenden Tagesausflug sollten Besucher ihren Ausweis und ein geeignetes Zahlungsmittel mitnehmen.

Adresse: Rheinfallquai 32, 8212 Neuhausen am Rheinfall, Schweiz.

Insel Mainau: Gartenkunst statt bloßer Blumenpracht

Die Insel Mainau wird häufig auf ihre Blumen reduziert. Tatsächlich ist sie ein groß angelegtes Zusammenspiel aus Gartenkunst, Landschaftspflege, Architektur und Bildung. Ein großer Teil der rund 40 Hektar umfassenden Insel ist als Park- und Schaufläche gestaltet. Dazu kommen das barocke Schlossensemble, saisonale Pflanzungen und das Schmetterlingshaus.

Der Wechsel der Jahreszeiten macht die Mainau zu einem Ziel, das sich mehrfach besuchen lässt. Im Frühjahr dominieren Tulpen und andere Frühblüher, im Sommer Rosen und Stauden, im Herbst Gehölze und farbige Laubkulissen. Das Schmetterlingshaus ergänzt den Gartenbesuch um eine tropische Erlebniswelt. Dort können Besucher zahlreiche frei fliegende Schmetterlinge aus verschiedenen Teilen der Welt beobachten.

Für Familien empfiehlt sich, nicht den gesamten Tag ausschließlich im zentralen Schlossbereich zu verbringen. Ruhigere Wege, thematische Gartenbereiche und Sitzplätze machen die Insel auch für ältere Besucher attraktiv. Tagesgäste können in der Saison bis zum Sonnenuntergang auf der Insel bleiben. Einzelne Einrichtungen haben jedoch abweichende Öffnungszeiten.

Planetenweg Kreuzlingen: Das Sonnensystem zu Fuß

Der Planetenweg zwischen Konstanz, Kreuzlingen und Siegershausen macht astronomische Entfernungen anschaulich. Die beiden Routen arbeiten mit einem Maßstab von 1:1 Milliarde. Dadurch werden die Abstände zwischen den Planeten in eine begehbare Landschaft übertragen.

Der Südweg beginnt am Bahnhof Siegershausen und führt unter anderem an den Bommer Weihern vorbei. Der Nordweg startet nahe der Bodensee-Therme in Konstanz, verläuft zunächst seenah und führt anschließend hinauf zur Sternwarte Kreuzlingen. Beide Wege enden am Bodensee Planetarium.

Das Angebot ist besonders wertvoll, weil es Bewegung und Wissen verbindet. Kinder können die Tafeln entlang der Strecke lesen, während Erwachsene die Wanderung als ruhigen Spaziergang nutzen. Im Planetarium wird der Blick anschließend vom Landschaftsmaßstab in die Kuppel des Sternenhimmels erweitert.

Die Wege sind jederzeit begehbar. Für Planetarium und Sternwarte gelten eigene Veranstaltungszeiten, deshalb sollte das Programm vorab geprüft werden. Wer nach der Wanderung noch einkehren möchte, kann außerdem den Fabrikverkauf der Schokoladenfabrik Bernrain besuchen.

Lochmühle Eigeltingen: Bauernhof, Freizeitpark und Lernort

Die Lochmühle in Eigeltingen richtet sich vor allem an Familien, bietet aber auch Erwachsenen einen ungewöhnlichen Einblick in die ländliche Geschichte der Region. Der mehr als 400 Jahre alte Bauernhof verbindet historische Landwirtschaft mit Freizeitangeboten wie Kutschfahrten, Ponyreiten, Minitraktoren, Quads, Streichelzoo und Abenteuerspielplatz.

Die Stärke der Lochmühle liegt in ihrer Vielseitigkeit. Kinder können Tiere erleben und gleichzeitig alte landwirtschaftliche Geräte, Mühlräder und Kutschen sehen. Damit wird der Ort zu mehr als einem Spielpark: Er vermittelt, wie eng Wohnen, Arbeiten und Tierhaltung auf einem historischen Bauernhof miteinander verbunden waren.

Da Tiere teilweise frei auf dem Gelände unterwegs sind, lohnt sich ein Rundgang ohne Zeitdruck. Ein großer Parkplatz erleichtert die Anreise. An stark besuchten Tagen empfiehlt es sich dennoch, früh zu kommen.

Adresse: Hinterdorfstraße 44, 78253 Eigeltingen.

Reichenau: Drei Kirchen als Fenster ins Mittelalter

Die Klosterinsel Reichenau gehört zum UNESCO-Welterbe und ist eines der wichtigsten Kulturziele rund um Konstanz. Ihr historischer Wert konzentriert sich besonders auf drei romanische Kirchen: St. Georg in Oberzell, das Münster St. Maria und Markus sowie St. Peter und Paul in Niederzell.

St. Georg ist wegen seiner bedeutenden Wandmalereien besonders bekannt. Besucher sollten beachten, dass die Kirche aus konservatorischen Gründen in der Hauptsaison teilweise nur im Rahmen von Führungen zugänglich ist. Diese Regelung schützt empfindliche historische Kunstwerke vor zu viel Licht, Feuchtigkeit und starkem Besucherdruck.

Die Reichenau lässt sich am besten langsam erkunden. Zwischen den Kirchen liegen Landschaften, Gärten, Felder und Uferwege. Wer nur von einem Bauwerk zum nächsten fährt, verpasst den eigentlichen Charakter der Insel: die Verbindung von Klosterkultur, Landwirtschaft und Bodenseelandschaft.

Heidenhöhlen bei Stockach: Ein kleiner Ausflug mit Entdeckerfaktor

Die Heidenhöhlen nördlich von Stockach gehören zu den weniger bekannten Ausflugszielen im Kreis Konstanz. In den Sandstein- beziehungsweise Molassefelsen haben sich Höhlen gebildet, die über einen markierten Rundweg erreichbar sind.

Die Wanderung ist besonders für Familien interessant, weil sie ein klares Ziel bietet. Neben Wald und Aussicht wartet am Ende ein konkreter Ort zum Erkunden. Die Höhlen vermitteln ein kleines Gefühl von Abenteuer, ohne dass eine anspruchsvolle Bergtour notwendig ist.

Vom Wanderparkplatz in der Berlinger Siedlung führen Wege zu den Felsen. Eine Taschenlampe gehört unbedingt ins Gepäck. Außerdem sollten Besucher festes Schuhwerk tragen und darauf achten, die empfindlichen Felsen nicht zu beschädigen.

Die Heidenhöhlen zeigen, dass ein Ausflug nicht immer eine große Attraktion mit Eintrittskasse braucht. Manchmal entsteht Spannung gerade dort, wo Natur und regionale Überlieferung ineinandergreifen.

Marienschlucht: Ein Naturziel mit neuer Perspektive

Die Marienschlucht am Bodensee war nach einem tödlichen Felssturz viele Jahre gesperrt. Seit dem 28. März 2026 ist sie wieder zugänglich. Ein neuer Panoramasteg führt durch das Gelände und macht die Schlucht nach der langen Unterbrechung erneut erlebbar.

Der neue Weg ist nicht einfach nur eine Reparatur des alten Zustands. Mit mehr als 280 Stufen, mehreren Aussichtsplattformen und einem neu organisierten Besucherweg wurde die Schlucht an heutige Sicherheitsanforderungen angepasst. Der Steg soll Naturerlebnis und Schutz miteinander verbinden. Bei schlechtem Wetter oder möglichen Gefahren kann der Zugang eingeschränkt werden.

Die Wiedereröffnung ist deshalb mehr als eine touristische Nachricht. Sie zeigt, wie sensible Naturziele künftig erschlossen werden müssen: mit kontrollierten Wegen, verständlicher Information und einem Sicherheitskonzept, das die Landschaft nicht vollständig dem Besucherdruck ausliefert.

Wer die Marienschlucht besucht, sollte aktuelle Hinweise beachten und ausreichend Zeit für Auf- und Abstieg einplanen. Die Strecke ist nicht für alle Besucher gleichermaßen geeignet. Kinder, ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität sollten die Anforderungen des Weges vorher berücksichtigen.

Die richtige Planung für einen gelungenen Ausflug

Die Ausflugsziele rund um Konstanz funktionieren nicht nach einem einzigen Muster. Manche richten sich an Familien, andere an Kulturinteressierte oder Wanderer. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie unterschiedliche Formen von Landschaftserlebnis verbinden: Wasser am Rheinfall, Gartenkultur auf der Mainau, mittelalterliche Spuren auf der Reichenau, Tierbeobachtung in Allensbach und Geologie bei Stockach.

Wer zusätzliche Informationen für die Planung sucht, findet online auch Suchbegriffe wie „Sea Life Konstanz“, „Pegel Konstanz“, „Arun Konstanz Schwimmunterricht“ oder „Asogo Uni Konstanz“. Diese Themen gehören allerdings zu unterschiedlichen Bereichen und ersetzen keine offiziellen Angaben zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen oder Wegzuständen.

Für einen gelungenen Tagesausflug empfiehlt es sich, nicht zu viele Ziele miteinander zu verbinden. Zwei passende Stationen – etwa Mainau und Reichenau oder Hohentwiel und Lochmühle – bieten meist mehr Erlebnis als ein eng getaktetes Programm.

Die Region rund um Konstanz belohnt vor allem diejenigen, die Zeit für ihre Landschaft, ihre Geschichten und ihre stilleren Orte mitbringen. Gerade diese Mischung aus bekannten Sehenswürdigkeiten und weniger beachteten Zielen macht den Bodensee zu einer Ausflugsregion, die auch für Einheimische immer wieder neue Entdeckungen bereithält.

Quellen

10 Ausflugstipps im Kreis Konstanz: Von der Mainau über die Festung Hohentwiel bis zum Rheinfall
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Lea Hoffmann

Lea Hoffmann

Ich bin Lea Hoffmann, leidenschaftliche Redakteurin bei Investorbit.de. Mit Begeisterung verfolge ich täglich die spannendsten Wirtschaftstrends. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich und frisch zu präsentieren. Ich liebe es, Leserinnen und Leser mit aktuellen News zu begeistern!

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