Präsident Donald Trump hat das African Growth and Opportunity Act (AGOA) um ein Jahr verlängert, das sub-saharanischen afrikanischen Ländern zollfreien Marktzugang in die USA ermöglicht. Das Abkommen war am 30. September 2025 ausgelaufen und wird rückwirkend bis 31. Dezember 2026 wieder in Kraft gesetzt. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer kündigte Pläne zur Modernisierung des Pakts im Sinne der America-First-Agenda an.
Was ist AGOA?
Das AGOA wurde 2000 eingeführt und erlaubt 32 qualifizierten afrikanischen Ländern den zollfreien Export von über 1.800 Produkten in die USA, darunter Autos, Kleidung und Edelmetalle. Es dient als Eckpfeiler der US-afrikanischen Handelsbeziehungen und hat Millionen von Jobs in Afrika geschaffen. Die Verlängerung stellt die gestörten Handelsströme nach dem Ablauf wieder her.
Hintergrund der Verlängerung
Der Kongress debattierte intensiv: Das Repräsentantenhaus stimmte zunächst für drei Jahre zu, der Senat kürzte auf ein Jahr, was akzeptiert wurde. Trump unterzeichnete das Gesetz am 3. Februar 2026 als Teil eines Haushaltspakets. Greer betonte, AGOA müsse mehr Marktzugang für US-Unternehmen, Farmer und Rancher bieten.
Wirtschaftliche Auswirkungen
2024 wurden unter AGOA Waren im Wert von 8,23 Milliarden US-Dollar exportiert, wobei Südafrika die Hälfte und Nigeria ein Fünftel beitrugen. Der Ablauf führte zu Zollbelastungen und Jobverlusten in Afrika. Die Verlängerung mildert diese Effekte und stabilisiert den Handel trotz anhaltender Trump-Zölle.
Spannungen mit Südafrika
Trotz Verlängerung sind die Beziehungen zu Südafrika angespannt: Trump boykottierte 2025 ein G20-Treffen dort und schloss das Land von US-Gastgebertermine aus. Kritik gilt angeblicher Diskriminierung weißer Minderheiten, was Pretoria bestreitet. Südafrikanischer Handelsminister Parks Tau begrüßte die Verlängerung dennoch positiv.
Ausblick
Die Administration plant mit dem Kongress eine Überarbeitung von AGOA für mehr Gegenseitigkeit. Dies passt zu Trumps Handelspolitik mit Zöllen als Druckmittel. Langfristig könnte es US-Interessen in Afrika gegenüber China stärken.
Quellen
Trump erneuert abgelaufenes Handelsabkommen mit Afrika
USA verlängern Handelsprogramm für Afrika trotz anhaltender Trump-Zölle