Präsident Yoweri Museveni liegt bei den vorläufigen Ergebnissen der ugandischen Präsidentschaftswahl am 15. Januar 2026 mit rund 76 Prozent der Stimmen deutlich vorn, basierend auf Auszählungen aus etwa der Hälfte der Wahlkreise. Sein Hauptrivale Bobi Wine kommt auf knapp 20 Prozent, während die restlichen Kandidaten marginale Anteile erhalten. Die Wahlkommission erwartet die finalen Ergebnisse innerhalb von 48 Stunden.
Hintergrund der Wahl
Museveni, seit 1986 im Amt, strebt seine siebte Amtszeit an und präsentiert sich als Garant für Stabilität in dem ostafrikanischen Land. Bobi Wine, ein ehemaliger Popstar und Vertreter der jungen Generation, kritisiert Korruption und Arbeitslosigkeit in einer Bevölkerung, deren Durchschnittsalter bei 16 Jahren liegt. Die Wahl 2026 ist ein Rematch nach 2021, als Museveni mit 58 Prozent siegte.
Kontroversen und Unregelmäßigkeiten
Der Wahlkampf war von Gewalt geprägt: Es gab Verzögerungen an Wahllokalen durch technische Probleme, einen landesweiten Internet-Blackout und Festnahmen von Oppositionellen. Bobi Wine wurde nach der Wahl unter Hausarrest gestellt, und mindestens sieben Menschen starben bei Protesten. Die Opposition wirft der Regierung Betrug vor, während Museveni auf faire Abläufe besteht.
Ausblick
Sollte Museveni gewinnen, verlängert sich seine Herrschaft auf fast 40 Jahre, mit Spekulationen um eine Nachfolge durch seinen Sohn Muhoozi Kainerugaba. Internationale Beobachter fordern Transparenz, da Uganda noch nie einen friedlichen Machtwechsel erlebte. Die Jugend hofft auf Veränderung, doch die NRM-Partei bleibt dominant.
Quellen
Wahlen in Uganda: Museveni übernimmt frühzeitig die Führung
Oppositionsführer in Uganda „gewaltsam verschleppt“, sagt seine Partei, während Präsident Museveni kurz vor seiner Wiederwahl steht