Serpil Midyatli hat ihren Rücktritt als Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein angekündigt. Nach rund fünf Jahren an der Spitze der Landespartei will sie ihr Amt aus persönlichen und politischen Gründen niederlegen. Midyatli, die seit 2019 die erste Frau in diesem Amt war, erklärte, sie wolle nach Jahren intensiver Arbeit „Raum für neue Impulse und Gesichter“ schaffen.
Bilanz ihrer Amtszeit
Unter Midyatlis Führung gelang es der SPD, ihre sozialpolitischen Themen in Schleswig-Holstein deutlich zu profilieren. Sie setzte sich besonders für soziale Gerechtigkeit, Bildungschancen und Integration ein. Trotz dieser Schwerpunkte konnte die Partei bei der Landtagswahl 2022 nicht an alte Erfolge anknüpfen und blieb hinter der CDU von Daniel Günther zurück.
Mögliche Nachfolge
Die Diskussion über die Nachfolge hat in der Partei bereits begonnen. Als mögliche Kandidaten gelten unter anderem der Kieler SPD-Politiker Jörg Schumacher und die Bundestagsabgeordnete Delara Burkhardt. Eine Entscheidung soll laut Parteikreisen auf einem Landesparteitag Anfang 2026 fallen.
Zukunftspläne von Midyatli
Midyatli will der Politik nicht vollständig den Rücken kehren. Sie bleibt Mitglied des Landtags und will sich künftig stärker auf bundespolitische Fragen im Bereich Sozialpolitik konzentrieren. Beobachter werten ihren Rückzug als strategischen Schritt, um sich neue politische Freiräume zu sichern und vielleicht eine stärkere Rolle im Bund zu übernehmen.
Quellen
Serpil Midyatli gibt SPD-Landesvorsitz auf – spiegel.de
Midyatli gibt SPD-Landesvorsitz auf – Kämpfer soll folgen – zeit.de