An der Unfallstelle bei Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba arbeiten Ermittler der Guardia Civil unter Hochdruck. Beamte stellten gelbe Zahlenschilder an einem augenscheinlich gebrochenen Gleis auf und dokumentieren sämtliche Spuren, die zur Aufklärung des verheerenden Zugunglücks beitragen könnten. Ziel der Ermittlungen ist es, zu klären, weshalb der Schnellzug auf dieser Strecke entgleiste.
Verkehrsminister spricht von „extrem ungewöhnlichem Unfall“
Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente (57) bezeichnete das Unglück als „extrem ungewöhnlich“. Erste Analysen deuten darauf hin, dass keine äußeren Einflüsse wie Sabotage oder Witterung primäre Ursachen darstellen. Dennoch bleibt die genaue Unfallursache bislang ungeklärt. Experten aus den Bereichen Bahntechnik und Infrastruktur wurden hinzugezogen, um Materialproben des gebrochenen Gleisabschnitts zu untersuchen.
Rettungskräfte und Zeugen unter Schock
Rettungs- und Feuerwehrkräfte waren stundenlang im Einsatz, um Überlebende zu bergen und die Opfer zu identifizieren. Laut Behörden wurden insgesamt 41 Menschen getötet, zahlreiche weitere verletzt. Augenzeugen berichteten von einem lauten metallischen Knall, gefolgt von einer abrupten Entgleisung mehrerer Waggons.
Fokus auf Gleissubstanz und Wartung
Nach Angaben spanischer Medien konzentrieren sich die Ermittlungen derzeit auf die Substanz und Wartung des betroffenen Gleisabschnitts. Dabei sollen sowohl die technischen Daten des Zuges als auch die letzten Wartungsprotokolle der Strecke überprüft werden. Die spanische Eisenbahnbehörde RENFE kündigte eine umfassende interne Untersuchung an.
Internationale Anteilnahme
Die Nachricht des Unglücks löste in ganz Spanien und darüber hinaus tiefe Betroffenheit aus. Mehrere europäische Regierungschefs sprachen der spanischen Bevölkerung ihr Mitgefühl aus. Auch die EU-Kommission bot Unterstützung durch die europäische Eisenbahnagentur ERA an.
Quellen
An dieser Stelle entgleiste der Zug
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