Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat am 2. Februar 2026 die US-Gesandte Laura Dogu im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas empfangen. Dieses Treffen signalisiert einen wichtigen Schritt in der Wiederannäherung beider Länder nach Jahren der Spannungen. Anwesend waren u.a. Rodríguez’ Bruder Jorge Rodríguez, Präsident der Nationalversammlung, sowie Außenminister Yvan Gil.
Hintergrund der Interimspräsidentin
Delcy Rodríguez, eine 56-jährige Juristin mit Schwerpunkt Arbeitsrecht, übernahm am 5. Januar 2026 das Amt der Interimspräsidentin nach der US-geführten Entführung des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro. Sie diente zuvor als Vizepräsidentin und Ölministerin und gilt als pragmatische Figur mit guten Kontakten zum Privatsektor. Der Oberste Gerichtshof Venezuelas legitimierte ihre Amtseinführung, um Kontinuität zu gewährleisten.
Details des Treffens
Die Gespräche drehten sich um eine bilaterale Arbeitsagenda mit Fokus auf Energie, Handel, Politik und Wirtschaft. Die venezolanische Regierung sprach von einer „Roadmap“ auf Basis gegenseitigen Respekts und Völkerrechts. Dogu betonte auf X (ehemals Twitter) Themen wie Stabilisierung, wirtschaftliche Erholung, Versöhnung und Übergang. Gil erwähnte Pläne für diplomatische Missionen in Washington und Caracas, mit Félix Plasencia als Vertreter Venezuelas.
Kontext der US-Venezuela-Beziehungen
Die Beziehungen waren seit 2019 abgebrochen; Maduros Festnahme durch US-Spezialeinheiten markierte einen Wendepunkt unter Präsident Trump. Frühere Kontakte umfassten ein Treffen der CIA-Direktorin mit Rodríguez sowie Lockerungen von Sanktionen gegen Ölexporte. Rodríguez hatte anfangs US-Forderungen kritisiert, zeigt nun aber Kooperationsbereitschaft. Dieses Meeting folgt auf Dogus Ankunft in Caracas Ende Januar.
Quellen
Venezuela: Interim President Delcy Rodriguez meets US envoy
Rodriguez trifft sich mit US-Geschäftsträger für Venezuela