In Indiens Nordosten im Bundesstaat Assam ist ein tragischer Unfall geschehen: Ein Hochgeschwindigkeitszug kollidierte mit einer Elefantenherde, die die Gleise überquerte, und tötete sieben wildlebende asiatische Elefanten, darunter Kälber. Der Lokführer aktivierte die Notbremse, doch einige Tiere wurden dennoch erfasst. Keine Passagiere oder Zugpersonal erlitten Verletzungen.
Unfallhergang
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Samstag in einem bewaldeten Gebiet etwa 125 Kilometer südöstlich von Guwahati, der Hauptstadt Assams. Der Rajdhani-Express, der von Sairang in Mizoram nach Neu-Delhi unterwegs war und rund 650 Passagiere beförderte, traf auf eine Herde von etwa 100 Elefanten. Durch den Aufprall entgleisten die Lokomotive und fünf Waggons, was zu Stornierungen und Umleitungen weiterer Züge führte.
Konsequenzen für Mensch und Tier
Veterinäre führten Obduktionen an den getöteten Elefanten durch, darunter drei ausgewachsene Tiere und vier Kälber; ein weiteres Kalb überlebte verletzt. Die Tiere wurden später beerdigt. Assams Ministerpräsident Himanta Biswa Sarma bezeichnete den Vorfall als „tief verstörend“ und ordnete eine Untersuchung an. Die indischen Eisenbahnen betonten, dass der Unfallort kein offizieller Elefantenwanderweg sei.
Hintergrund und Prävention
Assam beherbergt knapp 6000 wildlebende Elefanten, die zunehmend in Konflikt mit menschlicher Infrastruktur geraten, da sie auf der Nahrungssuche neue Habitate erschließen. Ähnliche Unfälle gab es bereits 2017, als fünf Elefanten starben. Experten fordern bessere Überwachung der Strecken, Unterführungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen in Elefantenregionen, um zukünftige Tragödien zu verhindern.
Quellen
Indischer Schnellzug tötet sieben Elefanten, die Gleise überqueren
Hochgeschwindigkeitszug tötet 7 Elefanten, die Gleise im Nordosten Indiens überqueren