Die EU-Kommission hat am 5. Dezember 2025 die Plattform X von Elon Musk mit einer Rekordstrafe von 120 Millionen Euro belegt. Dies markiert den ersten Bußgeldbescheid unter dem Digital Services Act (DSA) nach zweijähriger Untersuchung. Grund sind Verstöße gegen Transparenzpflichten in drei Kernbereichen.
Irreführender Blauer Haken
Der blaue Verifizierungshaken auf X täuscht Nutzer, da er seit der Umstellung auf ein Abo-Modell auch zahlenden Usern ohne Prüfung der Authentizität verliehen wird. Die Kommission stuft dies als „besonders schwerwiegend“ ein und verhängt dafür 45 Millionen Euro Strafe. Früher signalisierte der Haken echte Verifizierung öffentlicher Personen.
Mängel bei Werbetransparenz
X unterhält kein ausreichend durchsuchbares Ad-Repository, das Werbetreibende, Zielgruppen und Inhalte offenlegt. Strukturelle Designfehler und Zugangsbarrieren verhindern die Überwachung von Risiken wie betrügerischen Krypto-Anzeigen. Dafür fallen 35 Millionen Euro Strafe an.
Blockade für Wissenschaftler
Die Plattform verweigert Forschern den vorgeschriebenen Zugang zu öffentlichen Daten, etwa durch hohe API-Gebühren oder bürokratische Hürden. Dies erschwert Studien zu Desinformation und Plattformrisiken. X muss nun einen Aktionsplan vorlegen, um alle Mängel zu beheben.
Quellen
EU verhängt Millionenstrafe gegen X wegen Transparenzmängeln
Rekordstrafe EU gegen X: Irreführender Blauer Haken im Visier