Ab 2026 sinken die Strompreise in Deutschland durch einen Bundes-Zuschuss zu den Netzentgelten im Schnitt um etwa 1,3 bis 2 Cent pro kWh, während Gaspreise durch steigende Netzentgelte um durchschnittlich 11 Prozent teurer werden, trotz Abschaffung der Gasspeicherumlage. Die Entlastungen variieren stark je Bundesland und Netzbetreiber. Regionale Prognosen zeigen klare Gewinner bei Strom und Verlierer bei Gas.
Strompreise: Deutliche Entlastung erwartet
Die Bundesregierung finanziert ab 2026 mit 6,5 Milliarden Euro jährlich Zuschüsse für Übertragungsnetzentgelte, die sich mehr als halbieren sollen. Dadurch sparen Haushalte bundesweit durchschnittlich 1,52 Cent pro kWh, bei 4.000 kWh Verbrauch etwa 61 Euro jährlich. In Mecklenburg-Vorpommern fallen die Netzentgelte um 22 Prozent (102 Euro Ersparnis), in Baden-Württemberg um 17 Prozent (93 Euro).
Gaspreise: Steigerung trotz Umlagen-Abschaffung
Die Gasspeicherumlage entfällt ab 2026 und spart 0,289 Cent pro kWh, etwa 58 Euro bei 20.000 kWh Verbrauch. Dennoch steigen Gasnetzentgelte im Schnitt um 11,2 Prozent, was Mehrkosten von 61 Euro bei 20.000 kWh verursacht. Besonders betroffen sind Sachsen (36 Prozent Anteil Netzentgelte), Bremen (29 Prozent) und Niedersachsen (28 Prozent).
Regionale Unterschiede pro Bundesland
Die Tabelle fasst Prognosen zusammen; exakte Einsparungen hängen vom Versorger und Verbrauch ab. In Regionen mit hoher EE-Erzeugung ist die Stromentlastung geringer.
Tipps für Verbraucher
Vergleichen Sie Tarife frühzeitig, da Versorger die Entlastungen nicht zwingend weitergeben müssen. Achten Sie auf Preisblätter der Netzbetreiber ab Jahresende 2025. Bei Gas könnten Preissenkungen durch Konkurrenz die Netzsteigerungen ausgleichen.
Quellen
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