Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts sind die Preise für Schokolade im Oktober 2025 im Schnitt um rund 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Tafelschokolade verteuerte sich teils um über 30 Prozent, während andere Schokoladenerzeugnisse wie Riegel ebenfalls deutlich zulegten.
Auch andere Süßwaren sind im Mittel etwa fünf Prozent teurer als vor einem Jahr, wobei insbesondere Pralinen mit einem Plus von gut 22 Prozent hervorstechen. Kekse legten vergleichsweise moderat um rund 1,7 Prozent zu, was sie im Regal etwas weniger auffällig verteuert erscheinen lässt.
Langfristige Entwicklung seit 2020
Im längerfristigen Vergleich zeigt sich, dass Süßigkeiten deutlich stärker im Preis gestiegen sind als viele andere Lebensmittel. Zwischen 2020 und 2024 verteuerten sich Schokoladen um knapp 40 Prozent und andere Süßwaren im Schnitt um rund 29 Prozent, während Lebensmittel insgesamt um gut ein Drittel zulegten.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei Keksen, deren Preise im selben Zeitraum um mehr als 70 Prozent nach oben gingen. Damit werden saisonale Gebäckklassiker wie Plätzchen oder Lebkuchen aus industrieller Produktion zunehmend zu kostspieligen Artikeln im Einkaufskorb.
Ursachen: Kakao, Zucker und Kostenexplosion
Ein zentraler Treiber der jüngsten Preissprünge ist der stark gestiegene Kakaopreis, der 2024 Rekordstände erreichte und trotz leichter Entspannung weiterhin hoch bleibt. Hersteller geben diese höheren Rohstoffkosten ebenso wie gestiegene Ausgaben für Energie, Logistik und Personal an den Handel und damit an die Verbraucher weiter.
Beim Zucker sind die Erzeugerpreise zwar zuletzt gesunken, doch liegen sie nach Jahren des Anstiegs weiterhin auf erhöhtem Niveau. Insgesamt wirkt die Kombination aus teureren Zutaten, höheren Produktionskosten und Margendruck im Handel als Preistreiber quer durch viele Produktgruppen im Süßwarenregal.
Große Unterschiede innerhalb der Süßwaren
Innerhalb der Kategorie Süßigkeiten entwickeln sich die Preise sehr unterschiedlich. Während Pralinen deutlich teurer wurden und klassische Weihnachtsspezialitäten wie Dominosteine oder gefüllte Lebkuchenherzen teils um 25 bis 60 Prozent angezogen haben, blieben Bonbons nahezu stabil.
Gummibärchen, Kaugummi und ähnliche Produkte waren im Oktober sogar knapp drei Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Damit entsteht für Verbraucher ein stark fragmentiertes Bild: Schokoladiges und feine Pralinen werden zum Luxusgut, während einfache Zuckerwaren preislich wesentlich weniger unter Druck stehen.
Auswirkungen auf Verbraucher und Strategien beim Einkauf
Für viele Haushalte bedeutet der Preissprung, dass deutlich selektiver eingekauft wird und sich die Menge an spontanen Naschereien verringert. Verbraucherstudien zeigen, dass ein wachsender Anteil der Weihnachtssüßigkeiten inzwischen im Angebot gekauft wird, weil Kunden gezielt auf Rabattaktionen warten.
Wer sparen will, kann auf weniger stark verteuerte Produktgruppen ausweichen oder auf alternative Süßes-Optionen wie Nüsse und Obst setzen, die preislich stabiler geblieben sind. Zudem lohnt ein Preisvergleich zwischen Markenartikeln und Eigenmarken, da die Aufschläge je nach Hersteller und Sortiment stark variieren
Quellen
Viele Süßigkeiten sind zur Vorweihnachtszeit deutlich teurer geworden
Preisschock zur Adventszeit – Schoko-Lust wird teuer