Das Tiefdruckgebiet „Gunda“ hat seit dem Wochenende in vielen Teilen Deutschlands für erhebliche Verkehrsprobleme gesorgt. Besonders betroffen sind Straßen und Bahnstrecken, wo glatte Fahrbahnen zu zahlreichen Unfällen geführt haben. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor gefährlicher Glätte durch gefrierenden Regen und Schneefall.
Nach Angaben des DWD bleibt die Wetterlage auch am Dienstag angespannt. Vor allem in höheren Lagen von Bayern, Thüringen und Sachsen könne es vereinzelt zu weiterem Schneefall kommen. Straßenmeistereien und Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz, um wichtige Verkehrsachsen befahrbar zu halten.
Einschränkungen bei Bahn und Flugverkehr
Die Auswirkungen von „Gunda“ zeigen sich auch im Bahn- und Luftverkehr. Die Deutsche Bahn meldete deutschlandweit Verspätungen und Zugausfälle, insbesondere auf Strecken in Süd- und Mitteldeutschland. Flughäfen in München, Frankfurt und Düsseldorf mussten mehrere Starts und Landungen verschieben oder streichen.
Ein Sprecher der Deutschen Bahn teilte mit, dass die Fahrgastinformationen laufend aktualisiert werden und Reisende gebeten seien, ihre Verbindung vor Fahrtantritt online zu prüfen. Für Passagiere seien Kulanzregelungen vorgesehen, etwa die flexible Nutzung von Tickets.
Glätte hält bis Dienstag an
Laut Wetterprognosen soll die Glätte in vielen Regionen bis Dienstagmittag (13. Januar) anhalten. Erst gegen Abend wird eine leichte Wetterbesserung erwartet, wenn mildere Luftmassen vom Westen her nach Deutschland ziehen. Dennoch warnt der DWD, dass sich in der Nacht erneut überfrierende Nässe bilden könne.
Verkehrsbehörden appellieren an Autofahrer, Fahrten auf das Nötigste zu beschränken, den Abstand zu vergrößern und Winterausrüstung zu prüfen. Auch Fußgänger sollten auf vereisten Wegen besondere Vorsicht walten lassen.
Quellen
“Gunda” bringt Straßen- und Bahnverkehr durcheinander
Bis zu zwei Zentimeter dickes Eis: Sturmtief „Gunda“ verursacht Verkehrschaos