Aufgrund starker Schneefälle, heftiger Windböen und vereister Oberleitungen hat die Deutsche Bahn am Freitagabend (9. Januar 2026) den Fernverkehr in großen Teilen Norddeutschlands vorübergehend eingestellt. Betroffen sind insbesondere die Strecken zwischen Hamburg, Bremen, Hannover, Kiel und Rostock. Laut Bahnsprecherin diente die Entscheidung der Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeitenden, da mehrere Signal- und Weichenstörungen auftraten.
Werkstatt- und Rettungsteams sind bereits im Einsatz, um gestrandete Züge zu versorgen und betroffene Abschnitte zu räumen. Die Bahn appellierte an Reisende, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten oder auf spätere Termine auszuweichen.
Auswirkungen auf den Reiseverkehr
Neben Fernzügen wie ICE- und IC-Verbindungen ist auch der Regionalverkehr teilweise eingeschränkt. In Hamburg fiel der S-Bahn-Verkehr zeitweise aus, während auf den Hauptrouten Richtung Osten und Süden massive Verspätungen gemeldet wurden.
Laut aktuellen Social-Media-Meldungen berichten Reisende von vollen Bahnhöfen, ausgebuchten Hotels und kurzfristigen Zugausfällen. Die Deutsche Bahn informiert regelmäßig über die aktuelle Lage in der App DB Navigator sowie auf
Stimmen und Reaktionen
In sozialen Netzwerken wächst die Kritik an der mangelnden Vorbereitung der Bahn auf winterliche Extrembedingungen. Mehrere Reisende zeigten Bilder und Videos von verschneiten Gleisen und überfüllten Haltestellen. Gleichzeitig wird Verständnis geäußert, da die außergewöhnlichen Wetterbedingungen viele Regionen gleichzeitig treffen.
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte, dass der aktuelle Wintersturm „Nele“ ungewöhnlich intensive Schneefälle im norddeutschen Tiefland bringt – mit Windgeschwindigkeiten bis zu 90 km/h und anhaltendem Frost.
Ausblick und Wiederaufnahme des Betriebs
Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass der Fernverkehr schrittweise am Samstagmorgen wieder anlaufen kann, sofern die Wetterverhältnisse stabil bleiben. Techniker arbeiten derzeit an einer raschen Entstörung der Hauptverbindungen. Priorität haben laut Bahn zunächst wichtige Knotenpunkte wie Hamburg–Berlin und Hannover–Bremen.
Reisenden wird geraten, sich vor Reiseantritt über aktuelle Fahrpläne und Ausfälle zu informieren, da kurzfristige Änderungen weiterhin möglich sind.
Quellen
Sturm und Chaos: Deutsche Bahn legt Fernverkehr im Norden lahm
Bahnverkehr im Norden ausgesetzt – Deutsche Bahn reagiert auf Unwetterlage
