Deutschland hat die frostigsten Weihnachten seit 15 Jahren erlebt. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) lagen die Durchschnittstemperaturen während der Festtage 2025 deutlich unter dem langjährigen Mittelwert. Damit waren es die kältesten Feiertage seit dem Winter 2010, als ähnliche Minuswerte gemessen wurden.
Während viele auf weiße Weihnachten gehofft hatten, blieb der große Schneefall in den meisten Regionen aus. Nur in höheren Lagen von Bayern, Thüringen und dem Schwarzwald herrschte eine dünne Schneedecke. Im Rest des Landes dominierten Frost, Wind und klirrende Kälte.
Spiegelglatte Straßen und Verkehrschaos am Wochenende
Am Samstag, dem 27. Dezember, wurde es besonders gefährlich: Durch überfrierende Nässe verwandelten sich viele Straßen in regelrechte Eisbahnen. Polizei und Feuerwehr rückten bundesweit zu Hunderten von Einsätzen aus. Vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen kam es zu zahlreichen Unfällen.
Der ADAC warnte Autofahrer vor glatten Fahrbahnen und riet zu vorsichtiger Fahrweise. Auch der öffentliche Nahverkehr war betroffen: Verspätungen und Ausfälle gehörten vielerorts zum Alltag.
Experten warnen vor weiterer Kältewelle
Meteorologen rechnen laut aktuellen Prognosen mit anhaltend kaltem Wetter bis zum Jahreswechsel. Ein stabiles Hochdruckgebiet über Skandinavien blockiert mildere Luftmassen, sodass Frost und Nebel weiterhin das Wettergeschehen bestimmen dürften.
„Die derzeitige Lage erinnert stark an die Winter der frühen 2010er-Jahre“, erklärte ein Sprecher des DWD. „Der Energiesektor und der Verkehr stehen vor großen Herausforderungen, falls die Kältephase andauert.“
Gesellschaftliche Auswirkungen der Kälteperiode
Neben den wetterbedingten Gefahren spüren auch soziale Einrichtungen die Folgen: Obdachlosenhilfen berichten von einem erhöhten Andrang in Notunterkünften, während Energieversorger auf steigenden Heizbedarf hinweisen. Städte und Gemeinden appellieren an Bürgerinnen und Bürger, auf gefährdete Personen in ihrer Umgebung zu achten.
Quellen
So kalt wie seit 15 Jahren nicht mehr
Kälteste Weihnachten seit 2010 – und es bleibt frostig