Die Vereinigten Staaten haben Berichten zufolge einen zweiten Öltanker in der Karibik vor der Küste Venezuelas beschlagnahmt. Nach Angaben von US-Regierungsquellen handelt es sich um eine Operation im Rahmen der weiterhin geltenden Sanktionen gegen das venezolanische Regime von Nicolás Maduro. Die Aktion erfolgte nur wenige Wochen nach einer ähnlichen Beschlagnahme, bei der ebenfalls ein Schiff mit mutmaßlicher Verbindung zu Venezuela betroffen war.
Hintergrund der Sanktionen
Seit 2019 haben die USA umfangreiche Sanktionen gegen Venezuelas Ölsektor verhängt, um die Regierung von Präsident Maduro wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Washington wirft Caracas Korruption, Wahlmanipulation und Menschenrechtsverletzungen vor. Ziel der Maßnahmen ist es, den Export von Öl, der wichtigsten Einnahmequelle Venezuelas, einzuschränken und die Regierung zu politischen Verhandlungen zu bewegen.
Diplomatische Reaktionen
Die venezolanische Regierung verurteilte die Beschlagnahmung als „illegalen Akt der Piraterie“ und forderte die sofortige Freigabe des Tankers. In einer Erklärung des Außenministeriums in Caracas heißt es, die USA verletzten internationales Seerecht und die Souveränität des Landes. Das US-Außenministerium hingegen betonte, man handele im Einklang mit internationalen Sanktionen und wolle illegale Ölgeschäfte unterbinden.
Auswirkungen auf den Ölhandel
Die erneute Festsetzung eines venezolanischen Tankers dürfte den angespannten globalen Energiemarkt weiter beeinflussen. Angesichts der bestehenden Angebotsknappheit könnte die Maßnahme zu neuen Preisschwankungen führen. Experten sehen darin ein Signal, dass Washington seine Haltung gegenüber Caracas trotz schwankender diplomatischer Kontakte nicht aufweichen will.
Quellen
USA beschlagnahmen zweiten Öltanker vor der Küste Venezuelas
Washington greift erneut zu: USA konfiszieren zweiten Tanker nahe Venezuela


