Steve Witkoff, ein 68-jähriger Immobilienunternehmer aus New York, ist in US-Präsident Donald Trumps zweiter Amtszeit zu einer zentralen Figur der Außenpolitik avanciert. Ohne diplomatische Erfahrung wurde er zum Sondergesandten für sensible Konflikte ernannt und gilt als Trumps “Mann für alles”.
Wer ist Steve Witkoff?
Witkoff kennt Trump seit den 1980er Jahren aus New Yorks Immobilienwelt, wo beide mit riskanten Projekten erfolgreich wurden. Als großzügiger Spender der Republikaner und Deal-Maker sicherte er sich Trumps Vertrauen, das in Spenden und Wahlkampfhilfe mündete. Kritiker bemängeln seine fehlende Expertise, doch Trump setzt auf Loyalität statt klassischer Diplomatie.
Einsätze im Nahen Osten und Iran
Zunächst als Sonderberater für den Nahen Osten beauftragt, half Witkoff bei einer brüchigen Waffenruhe zwischen Israel und Hamas. Trotz Bedenken zu seinen Geschäftsinteressen im Iran verhandelte er auch über das Atomabkommen. Trump ignorierte Kritik und erweiterte seinen Auftrag rasch.
Kontroverse Rolle in der Ukraine
Witkoff vermittelt im Ukraine-Krieg und traf Putin mehrmals in Moskau, um ein Kriegsende anzustreben. Ein geleaktes Telefonat zeigt, wie er Kreml-Berater Tipps gab, Trump zu beeinflussen – was zu Vorwürfen russischer Nähe führte. Putin und Trump verteidigen ihn, während US-Beamte seine Naivität oder Kompromittierung kritisieren.
Kritik und Zukunftsperspektiven
Witkoff wird als anfällig für russische Narrative gesehen und soll Putins Positionen in Washington wiederholen. Sein 28-Punkte-Plan für die Ukraine ähnelt russischen Forderungen, was Europa und Kiew alarmiert. Ob Trumps “Wunderwaffe” Erfolge bringt oder scheitert, bleibt offen.
Quellen
Trumps ungewöhnlicher Diplomat: Steve Witkoff als Wunderwaffe im Ukraine-Konflikt
Wunderwaffe Witkoff? Trumps Mann für alles