Uganda steht vor einer hochgradig angespannten Präsidentschaftswahl am 15. Januar 2026, bei der der amtierende Präsident Yoweri Museveni im Alter von 81 Jahren seinen Rekord-Siebtbewerb anstrebt. Museveni regiert das Land seit 1986 und wurde im Juli 2025 von seiner Partei National Resistance Movement (NRM) als Kandidat nominiert. Die Wahl findet inmitten von Gewaltvorfällen, Internet-Blackouts und Unterdrückungsvorwürfen statt.
Musevenis langer Weg an der Macht
Yoweri Museveni hat Uganda seit fast 40 Jahren regiert und mehrmals die Verfassung ändern lassen, um Amts- und Altersgrenzen aufzuheben. In der Wahl 2021 besiegte er den Oppositionellen Bobi Wine mit 59 Prozent der Stimmen, wobei Betrugsvorwürfe und Repressionen im Raum standen. Nun verspricht er, die Wirtschaft auf 500 Milliarden Dollar GDP zu steigern und Uganda zu einem mittelständischen Land zu machen.
Hauptgegner und Opposition
Der prominenteste Herausforderer ist der Musiker-turned-Politiker Robert Kyagulanyi, bekannt als Bobi Wine, der 2021 bereits gegen Museveni antrat und nun eine “Diktatur” stürzen will. Weitere Oppositionelle wie Kizza Besigye sitzen in Haft, angeklagt wegen Hochverrats. Über 70 Prozent der Ugander sind unter 30 Jahre alt und frustriert über Jugendarbeitslosigkeit, Korruption und mangelnde Chancen.
Spannungen und Sicherheitslage
Der Wahlkampf war von Gewalt geprägt: Sicherheitskräfte feuerten auf Wine-Rallyes, es gab Hunderte Festnahmen und mindestens einen Toten. Seit Dienstag gilt ein Internet-Blackout zur Bekämpfung von “Fehlinformationen”, was die UN-Menschenrechtsbüro als Bedrohung für freie Wahlen kritisiert. In Kampala und anderswo sind Militärpräsenz und Kontrollen massiv.
Wirtschaftliche und soziale Herausforderungen
Jugendliche Wähler sorgen sich primär um Jobs, Infrastruktur und Bildung, während Museveni Stabilität und Fortschritt betont. Korruption behindert Entwicklung, und die Wahl könnte Ugandas Zukunft entscheiden, mit internationaler Beobachtung durch USA und UN. Beobachter erwarten keine faire Abstimmung, warnen aber vor Instabilität.
Quellen
Uganda bereitet sich auf spannende Wahlen vor, während Museveni einen Sieg anstrebt
Museveni kandidiert erneut, nachdem ihn Ugandas Regierungspartei für die Wahl 2026 nominiert hat.