Im Team des US-Präsidenten Donald Trump tobt ein intensiver Konflikt um Einfluss und politische Ausrichtung, insbesondere bei der Ukraine-Politik. Verschiedene Fraktionen ringen um die Deutungshoheit, was Trumps Agenda behindert. Dieser innere Streit wirft Fragen zur Führungsstruktur in der zweiten Amtszeit auf.
Ukraine-Politik als Brennpunkt
Der Ukraine-Konflikt ist zentraler Schauplatz des Machtkampfs: US-Außenminister Marco Rubio steht im Gegensatz zu Sondergesandtem Steve Witkoff und Vizepräsident JD Vance. Witkoff soll enge Kontakte zum Kreml pflegen und pro-russische Pläne vorantreiben, was Rubio als zu nachgiebig kritisiert. Vance unterstützt diesen Kurs offen und weist Kritik zurück.
Ukrainische Medien werfen Witkoff vor, pro-ukrainische Stimmen im Weißen Haus auszuschalten. Rubio und Witkoff waren gemeinsam an einem umstrittenen 28-Punkte-Plan beteiligt, der Spannungen verschärft. Der Konflikt eskaliert um Trumps Nachfolge, da Rubio und Vance als Kandidaten gelten.
Weitere Konflikte in der Administration
Neben der Ukraine gibt es Rivalitäten bei Kabinettsbesetzungen: Während der Übergangsphase sabotierten potenzielle Minister einander, etwa Howard Lutnick gegen Sean Duffy. Energiepolitik und Weißes Haus-Projekte wie ein neuer Ballsaal sorgen für interne Kämpfe um Budget und Zuständigkeiten.
Elon Musk und harte Konservative wie Russ Vought drängen auf Machtzentralisierung nach Project 2025, was Bürokraten und Abweichler trifft. Frühere Rücktritte wie bei Keith Kellogg unterstreichen ukrainefreundliche Spannungen. Solche Querelen schwächen Trumps Position nach einem Jahr im Amt.
Quellen
Der Machtkampf im Team Trump
Trump-Vertraute liefern sich heftigen Machtkampf


