Skandal um gelöschten Genozid-Post: Vance-Team unter Druck in Armenien

12/02/2026
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Vance Loescht Voelkermord Tweet

Das Presseteam von US-Vizepräsident JD Vance hat während seiner Reise nach Armenien einen Tweet gelöscht, der den Völkermord an den Armeniern von 1915 explizit als “Genozid” bezeichnete. Der Post wurde kurz nach einem Besuch am Tsitsernakaberd-Denkmal gepostet und dann entfernt, um diplomatische Spannungen mit der Türkei zu vermeiden.

Der Besuch in Armenien

JD Vance, der erste US-Vizepräsident, der Armenien besuchte, legte gemeinsam mit Second Lady Usha Vance am 10. Februar 2026 einen Kranz am Armenischen Völkermord-Memorial in Jerewan nieder. Der offizielle X-Account (ehemals Twitter) teilte ein Video mit dem Text: „Heute haben Vizepräsident Vance und Second Lady Usha Vance bei einer Kranzniederlegungszeremonie am Armenischen Völkermord-Denkmal teilgenommen, um die Opfer des armenischen Genozids von 1915 zu ehren.“ Das Denkmal gedenkt bis zu 1,5 Millionen armenischen Opfern des Osmanischen Reiches.

Die Löschung des Tweets

Noch vor der Ankunft in Aserbaidschan, dem nächsten Reiseziel, wurde der Tweet gelöscht. Ein Sprecher des Vance-Teams erklärte gegenüber CNN, der Post sei „irrtümlich“ von einem Mitarbeiter hochgeladen worden, der nicht zur Reisedelegation gehörte. Stattdessen teilte Vance Aussagen, in denen er das Wort „Völkermord“ vermied und das Ereignis als „schreckliches Ereignis von kultureller Bedeutung für Armenier“ umschrieb.

Diplomatischer Kontext und Reaktionen

Die Löschung passt zur Haltung der Trump-Regierung, die den Völkermord – anders als unter Biden – nicht offiziell anerkennt, um Beziehungen zu NATO-Verbündeter Türkei nicht zu belasten. In Aserbaidschan unterzeichnete Vance eine strategische Partnerschaft mit Präsident Ilham Alijew. Armenische Organisationen wie das Armenian National Committee of America (ANCA) kritisierten die Aktion scharf als „Schwäche gegenüber türkischem Druck“ und Beleidigung der Opfer.

Hintergrund des armenischen Völkermords

Der Völkermord von 1915 forderte schätzungsweise 1,5 Millionen armenische Christen, die deportiert und ermordet wurden. Die Türkei bestreitet die systematische Natur der Tötungen und spricht von Kriegsopfern im Ersten Weltkrieg. Nur wenige US-Präsidenten wie Biden nutzten den Begriff offiziell; Trump und Vance halten sich zurück.

Quellen

Presseteam von JD Vance löscht Völkermord-Tweet während Armenienreise
Vance twittert über den „Völkermord an den Armeniern“, bevor er den Beitrag löscht.

Lea Hoffmann

Lea Hoffmann

Ich bin Lea Hoffmann, leidenschaftliche Redakteurin bei Investorbit.de. Mit Begeisterung verfolge ich täglich die spannendsten Wirtschaftstrends. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich und frisch zu präsentieren. Ich liebe es, Leserinnen und Leser mit aktuellen News zu begeistern!

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