Indien hat im Unionshaushalt 2026-27 einen historischen Rekordanstieg der Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung beschlossen. Finanzministerin Nirmala Sitharaman stellte diese Mittel vor, um Wachstum und Sicherheit zu stärken.
Rekordinvestitionen in Infrastruktur
Die indische Regierung plant Ausgaben in Höhe von 12,2 Billionen Rupien (ca. 133 Milliarden US-Dollar) für Infrastruktur im Fiskaljahr 2026-27, ein Plus von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Rekordsumme soll Hochgeschwindigkeitszüge, Data-Center, KI-Initiativen und die Förderung seltener Erden vorantreiben. Der Fokus liegt auf Modernisierung von Städten und ländlichen Regionen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
Massive Steigerung der Verteidigungsausgaben
Das Verteidigungsbudget steigt um 15,3 Prozent auf 7,84 Lakh Crore Rupien (ca. 85-86 Milliarden US-Dollar), nach dem Konflikt mit Pakistan im Vorjahr. Davon entfallen 2,19 Lakh Crore auf Kapitalausgaben für Jets, Drohnen, U-Boote und heimische Produktion. Verteidigungsminister Rajnath Singh betonte, dies sei im nationalen Interesse und fördere “Make in India”.
Hintergründe und strategische Ziele
Der Haushalt reagiert auf geopolitische Spannungen wie Operation Sindoor und zielt auf Autarkie ab, mit Exportrekorden von 23.622 Crore Rupien. Insgesamt beläuft sich der Fiskaldefizit auf 4,2-4,3 Prozent des BIP, bei steigenden Krediten. Dies unterstreicht Premierminister Modis Vision eines selbstversorgenden Indiens bis 2047.
Quellen
Indien stellt Rekordbudget für Infrastruktur und Verteidigung bereit
Indien erhöht Infrastruktur-Ausgaben um 11,4 % auf Rekordwert von 12,2 Billionen Rupien für 2026-27