Kanadischer Premierminister steht zu Kritik an US-Politik trotz Trump-Anruf

29/01/2026
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Carney Davos Trump Dementi

Kanadischer Premierminister Mark Carney hielt letzte Woche beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos eine kontroverse Rede, in der er die von den USA geführte

Das Telefonat mit Trump

Trump rief Carney am 26. Januar an, um über Themen wie Ukraine, Venezuela, Arktissicherheit und Kanadas Handelsabkommen mit China zu sprechen. Carney beschrieb das Gespräch als “sehr produktiv” und umfassend, betonte jedoch, dass er seine Davos-Aussagen explizit bekräftigt habe. Der Anruf dauerte nicht lange, deckte aber eine breite Palette bilateraler und globaler Fragen ab.

Vorwürfe des US-Finanzministers

US-Finanzminister Scott Bessent behauptete in einem Fox-News-Interview am Montag, Carney habe “sehr aggressiv” Teile seiner Davos-Rede zurückgenommen. Bessent, der im Oval Office bei Trump war, interpretierte das Telefonat so, als ob Carney seine “unglücklichen Bemerkungen” revidiert habe. Diese Darstellung sorgte für Schlagzeilen und Spannungen in den kanadisch-amerikanischen Beziehungen.

Carneys klare Dementi

Carney wies die Vorwürfe am Dienstag in Ottawa zurück: “Um absolut klar zu sein – und ich habe das dem Präsidenten gesagt – ich meinte, was ich in Davos sagte”. Er unterstrich, dass Kanada früh die Veränderungen in der US-Handelspolitik unter Trump erkannte und entsprechend reagiere. Carney positionierte sich somit fest hinter seiner Kritik an der globalen Ordnung.

Politische Implikationen

Der Vorfall unterstreicht wachsende Spannungen zwischen Ottawa und Washington inmitten von Trumps protektionistischer Agenda. Carney nutzt die Gelegenheit, um Kanadas Unabhängigkeit zu betonen, während Bemühungen um Beziehungsreparatur laufen. Die Episode könnte Auswirkungen auf Handelsverhandlungen haben.

Quellen

Carney bestreitet, dass er in einem Telefonat mit Trump seine Rede in Davos zurückgenommen habe.
Carney bestreitet, seine Rede in Davos in einem Telefonat mit Trump zurückgenommen zu haben

Matthias Otto

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