Donald Trump hat über viele Jahre hinweg eine wechselhafte Beziehung zu Wladimir Putin gepflegt. Er bezeichnete Putin wiederholt als “starken und intelligenten Führer” und sprach oft bewundernd von ihrem persönlichen Verhältnis. So berichtete Trump, er habe sowohl direkt als auch indirekt mit Putin gesprochen und sich mit ihm gut verstanden. Diese Bewunderung führte zu erheblicher Kritik der Gegner, die ihm vorwarfen, zu nachsichtig gegenüber Russland zu sein.
Gemeinsame Treffen und politische Spannungen
Seit ihrem ersten Treffen bei einem G20-Gipfel 2017 haben Trump und Putin mehrere persönliche Begegnungen gehabt, die sowohl von Zusammenarbeit als auch von Misstrauen geprägt waren. Ein berüchtigter Moment war das Helsinki-Treffen 2018, bei dem Trump Putins Leugnung der russischen Einmischung in die US-Wahlen akzeptierte, was ihm viel Kritik einbrachte. Dennoch suchte Trump mehrfach den direkten Kontakt mit Putin, auch in privaten Gesprächen.
Trumps gescheiterte Erwartungen im Ukraine-Konflikt
Trump glaubte, dass seine persönliche Beziehung zu Putin ihm helfen könne, den Russland-Ukraine-Krieg zu beenden. Er kündigte sogar die Möglichkeit an, die Konfliktparteien zu vermitteln. Doch diese Hoffnung zerschlug sich, als Trump öffentlich zugab, dass die Beziehung “nichts bedeutete” und Putin ihn mit „Bullshit“ abspeiste. Seine Haltung wurde zunehmend kritischer und frustrierter, wobei er den Krieg als “absurd” und “verheerend” für Russland bezeichnete.
Trumps unkonventionelles Team und der Versuch, Frieden zu schaffen
Im Verlauf seiner zweiten Amtszeit setzte Trump auf ein unkonventionelles Verhandlungsteam, darunter enge Putin-Kontakte, um Gespräche voranzutreiben. Einer seiner Vertrauten, Witkoff, traf sich mehrfach und lange mit Putin. Trotz dieser Bemühungen zeigte sich der russische Präsident zögerlich, den Konflikt zu beenden, was Trumps Verhandlungen erschwerte.
Wandel im Verhältnis und aktuelle Lage
Während Anfang 2025 noch Hoffnungen auf eine Entspannung zwischen den USA und Russland bestanden, hat sich das Verhältnis merklich abgekühlt. Trotz Versuchen, gemeinsam Frieden zu schaffen, eskalierte Russland den Ukraine-Krieg weiter, was Trump zunehmend als enttäuschend bewertete. Die Beziehung bleibt komplex und geprägt von politischem Kalkül wie auch persönlicher Faszination und Frustration.
Quellen
Der Trump-Buddy, der von Putin schwärmt
Vom Freund zum Kritiker: Wie Trump Putin und die Ukraine-Krise sieht


