Wie jedes Jahr zieht es die britische Königsfamilie zum Weihnachtsfest auf ihren Landsitz Sandringham House in der Grafschaft Norfolk. Seit der Zeit von Königin Victoria ist dies Treffpunkt der Windsors, die dort nach altem Brauch an Heiligabend Geschenke austauschen – und das nach deutscher Tradition.
Ursprünglich brachte Prinz Albert, der aus Sachsen-Coburg und Gotha stammte, diesen Brauch in die britische Monarchie. Bis heute packt die Familie ihre Geschenke nicht am 25., sondern am 24. Dezember aus – ganz wie in deutschen Haushalten.
Kein Platz für Andrew und Fergie
In diesem Jahr findet das Fest in kleinerer Runde statt. Prinz Andrew, der wegen seiner Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Ungnade gefallen ist, wurde angeblich nicht eingeladen. Auch seine Ex-Frau Sarah “Fergie” Ferguson soll dem offiziellen Familienprogramm fernbleiben, nachdem sie in den vergangenen Jahren zeitweise wieder geduldet war.
Offizielle Stellungnahmen aus dem Buckingham Palace gibt es nicht, doch Insider berichten, dass König Charles III das Familienimage während der Feiertage schützen möchte.
Deutsche Wurzeln im britischen Weihnachtsglanz
Trotz diplomatischer Zurückhaltung bleibt die deutsche Prägung des britischen Weihnachtsfests deutlich. Der geschmückte Weihnachtsbaum, das gemeinsame Essen am Heiligabend und festliche Musik erinnern mehr an Thüringen oder Bayern als an England. Schon Queen Elizabeth II. pflegte diese Mischung aus britischem Zeremoniell und deutschen Bräuchen – ein Erbe, das Charles fortführt.
Öffentliche Messe und königlicher Auftritt
Traditionell besucht die Familie am 25. Dezember den Gottesdienst in der St.-Mary-Magdalene-Kirche. Dort zeigen sich die Royals dem Volk, bevor sie sich wieder auf das private Weihnachtsessen zurückziehen. Auch in diesem Jahr wird erwartet, dass Prinz William und Prinzessin Kate mit ihren Kindern im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen.
Quellen
Königliches Fest mit preußischem Taktgefühl – Andrew nicht eingeladen
Britische Royals feiern deutsch inspiriertes Weihnachten ohne Andrew