Ost-Russland erlebt Jahrhundert-Schneefall: Ausnahmezustand auf Kamtschatka

21/01/2026
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Im Osten Russlands herrscht Ausnahmezustand: Auf der Halbinsel Kamtschatka sind binnen weniger Tage extreme Schneemengen gefallen. Videoaufnahmen und Fotos in sozialen Netzwerken zeigen verschneite Städte, blockierte Straßen und eingeschneite Häuser. Meteorologen sprechen von den heftigsten Schneefällen seit Jahrzehnten.

Laut dem regionalen Katastrophenschutz wurden mehrere Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten, und der Verkehr kam stellenweise vollständig zum Erliegen. Die Behörden forderten Anwohner auf, möglichst zu Hause zu bleiben und unnötige Fahrten zu vermeiden.

Rettungskräfte im Dauereinsatz

Hunderte Einsatzkräfte sind im Einsatz, um Straßen freizuräumen und Stromleitungen zu reparieren. Schneestürme mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde erschweren jedoch die Arbeiten erheblich.

Zudem gibt es Berichte über eingestürzte Dächer aufgrund der Schneelast. Schulen und öffentliche Einrichtungen bleiben vielerorts geschlossen, während Notunterkünfte für gestrandete Reisende geöffnet wurden.

Meteorologen sprechen von einem „außergewöhnlichen Wetterphänomen“

Experten des russischen Wetterdienstes Rosgidromet erklärten, dass ungewöhnlich feuchte Luftmassen aus dem Pazifik mit arktischer Kaltluft zusammentrafen – eine seltene Kombination, die zu massiven Schneefällen führte.

„Selbst für Kamtschatka ist das ein beispielloses Ereignis“, sagte Meteorologe Alexej Smirnow in einem Interview mit russischen Medien. „Solche Schneemengen treten im Durchschnitt nur einmal in mehreren Jahrzehnten auf.“

Regionale Regierung ruft Notstand aus

Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, rief die Regierung von Kamtschatka offiziell den Notstand aus. Schneeräumfahrzeuge, Militärfahrzeuge und Hubschrauber werden eingesetzt, um die Versorgung entlegener Gebiete sicherzustellen.

Trotz der extremen Wetterbedingungen blieb die Stromversorgung in den meisten Städten aufrechterhalten. Die Behörden betonen jedoch, dass die Gefahr weiterer Schneestürme in den kommenden Tagen bestehen bleibt.

Auswirkungen auf Alltag und Infrastruktur

Neben Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen ist auch die Versorgung mit Lebensmitteln und Treibstoff in einigen Regionen beeinträchtigt. Supermärkte melden Engpässe bei frischen Produkten, während Tankstellen zeitweise keinen Kraftstoff liefern können.

Die Bewohner zeigen sich jedoch solidarisch: Viele helfen sich gegenseitig beim Schneeschaufeln oder stellen ihre Geländefahrzeuge für Notfälle zur Verfügung.

Quellen

“Schnee-Apokalypse” im Osten Russlands
Kamtschatka kämpft mit Schneemassen

Matthias Otto

Matthias Otto

Hallo, mein Name ist Matthias Otto und ich arbeite als Autor bei Investorbit.de. Dort schreibe ich regelmäßig über aktuelle Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und digitale Trends. Mein Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und meinen Lesern fundierte Einblicke in die Welt der Investments zu bieten. Wenn ich nicht gerade recherchiere oder Artikel verfasse, beschäftige ich mich gerne mit neuen Entwicklungen im Online-Journalismus und digitalen Marketing.

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