Schwerer Schneefall hat am Wochenende in Teilen Japans für Chaos gesorgt. In der Präfektur Niigata, die für ihre schneereichen Winter bekannt ist, wurden zahlreiche Straßen unpassierbar. Mehr als 100 Menschen suchten daraufhin Zuflucht in einem nahegelegenen Schrein, nachdem sie wegen der Wetterbedingungen nicht weiterreisen konnten.
Schrein wird zur Notunterkunft
Der örtliche Schrein öffnete seine Türen für Reisende, Anwohner und Autofahrer, die im Schnee eingeschlossen waren. Freiwillige und Mitarbeitende stellten Decken, warme Getränke und einfache Mahlzeiten bereit. Laut Berichten japanischer Medien blieben viele Menschen dort über Nacht, während Räumfahrzeuge versuchten, die Straßen wieder befahrbar zu machen.
Verkehr und Energieversorgung beeinträchtigt
Auch der Bahn- und Straßenverkehr in der Region kam zeitweise zum Erliegen. Stromausfälle wurden aus mehreren Gemeinden gemeldet, da Stromleitungen unter der Schneelast beschädigt wurden. Meteorologen warnten vor weiterem Schneefall und rieten der Bevölkerung, unnötige Reisen zu vermeiden.
Regierung reagiert mit Notfallmaßnahmen
Die japanische Regierung koordinierte Sofortmaßnahmen, um eingeschlossene Reisende zu unterstützen. Rettungskräfte arbeiteten die Nacht hindurch, um gestrandete Fahrzeuge zu erreichen. Premierminister Fumio Kishida sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden und der Bevölkerung in solchen Situationen.
Hintergrund: Strenge Winter in Nordjapan
Die Region Hokuriku sowie das nördliche Honshu sind regelmäßig von starkem Schneefall betroffen. Durch kalte Luftmassen aus Sibirien treffen feuchte Winde auf Japans Gebirge und führen jedes Jahr zu außergewöhnlich hohen Schneemengen. Behörden warnen, dass der Klimawandel künftig zu unberechenbareren Winterstürmen führen könnte.
Quellen
Mehr als 100 Menschen übernachten aufgrund von starkem Schneefall in einem japanischen Schrein.
Japan Meteorological Agency – Wetterwarnungen und regionale Prognosen