Bei der Präsidentschaftswahl in Costa Rica hat sich ein Sieg der konservativen Ex-Ministerin Laura Fernández abzeichnen lassen. Nach Auszählung von rund 88 Prozent der Stimmen erreichte sie etwa 49 Prozent, was die Hürde von 40 Prozent für einen ersten-Runden-Sieg deutlich überschreitet. Ihr Hauptkonkurrent Álvaro Ramos von der Nationalen Befreiungspartei kam auf rund 33 Prozent und räumte die Niederlage ein.
Hintergrund der Kandidatin
Laura Fernández, 39-jährige Politologin, war Ministerin für Planung und Politik unter dem scheidenden Präsidenten Rodrigo Chaves. Sie galt als dessen Wunschkandidatin und versprach, seinen Kurs gegen Kriminalität und für wirtschaftliches Wachstum fortzusetzen. Chaves durfte verfassungsrechtlich nicht erneut antreten, bleibt aber populär trotz steigender Mordraten.
Politische Implikationen
Fernández’ Partei PPSO (Souveränes Volk) gewinnt voraussichtlich die Mehrheit im Parlament mit rund 30 von 57 Sitzen. Sie plant ein hartes Vorgehen gegen Bandenkriminalität, inspiriert von El Salvadors Präsident Nayib Bukele, der ihr früh gratulierte. Costa Rica könnte nach 16 Jahren wieder eine Präsidentin erhalten, die am 8. Mai antritt.
Quellen
Sieg für Ex-Ministerin Fernández zeichnet sich ab
Fernández siegt bei Präsidentschaftswahl in Costa Rica