Die Impfberater der CDC empfahlen nun, Hepatitis-B-Impfungen bei Neugeborenen nur noch bei infizierten Müttern oder unbekanntem Status durchzuführen, statt routinemäßig bei allen. Trump kritisierte, dass US-Kinder gegen 18 Krankheiten geimpft werden – mehr als in Deutschland (15) oder Dänemark (10). Das Weiße Haus wies Minister Kennedy und CDC-Direktor an, überlegene internationale Standards zu prüfen und den Impfkalender anzupassen, ohne Zugang zu Impfstoffen einzuschränken.
Kritik von Experten
Kinderärzte und Verbände wie die American Medical Association warnen vor steigenden Hepatitis-B-Fällen und einer Rückkehr ausgerotteter Krankheiten, etwa nach dem jüngsten Masernausbruch mit über 1400 Fällen. Die neue Regelung sei unverantwortlich und ignoriere jahrzehntelange Beweise zur Sicherheit der Impfungen. Kennedy bezweifelt weiterhin einen möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus, trotz fehlender wissenschaftlicher Grundlage.
Ausblick und Kontext
Die CDC wird die Empfehlungen in Richtlinien umsetzen, was Auswirkungen auf Versicherungsdeckungen hat. Trump positioniert sich damit gegen frühere radikale Vorschläge wie in Florida, betont aber wirksame Impfstoffe. Die Maßnahme spiegelt wachsende Impfskepsis in den USA wider.
Quellen
Trump lässt amerikanische Impfvorschriften für Kinder überprüfen
USA lockern Impfregeln: Trump passt an internationale Standards an