Das wahlergebnis baden-württemberg 2026 sieht die Grünen erneut als stärkste Kraft im Landtag. Nach dem vorläufigen Endstand kommen die Grünen auf 30,2 Prozent der Zweitstimmen und liegen damit hauchdünn vor der CDU, die 29,7 Prozent erreicht. Drittstärkste Kraft wird die AfD mit 18,8 Prozent, während die SPD mit 5,5 Prozent erstmals nur noch einstellig bleibt. FDP und Linke scheitern mit jeweils 4,4 Prozent an der Fünfprozenthürde und ziehen nicht in den Landtag ein.
In Mandaten bedeutet dies, dass Grüne und CDU gemeinsam weiterhin eine deutliche Mehrheit im Stuttgarter Landtag haben. Beide Parteien kommen laut Hochrechnungen und Auszählungsstand auf eine ähnliche Zahl von Sitzen, sodass die Frage der künftigen Regierungsführung und des Ministerpräsidenten zentrale Rolle in den nun beginnenden Sondierungsgesprächen spielt.
Gewinner, Verlierer und mögliche Koalitionen
Die Grünen können das wahlergebnis baden-württemberg 2026 als knappen, aber symbolisch wichtigen Sieg verbuchen, da sie trotz starker CDU-Aufholjagd stärkste Partei bleiben. Die CDU verbessert sich deutlich gegenüber 2021, verpasst jedoch knapp den ersten Platz und muss nun entscheiden, ob sie erneut als Juniorpartner in eine grün-schwarze Koalition geht oder härtere Bedingungen stellt. Großer Gewinner in Prozentpunkten ist die AfD, die ihr Ergebnis fast verdoppelt und auf 18,8 Prozent zulegt.
Zu den klaren Verlierern zählen SPD und FDP: Die SPD rutscht mit 5,5 Prozent auf ein historisches Tief und verfehlt deutlich frühere zweistellige Ergebnisse, während die FDP mit 4,4 Prozent den Einzug in den Landtag verpasst, obwohl Baden-Württemberg als Stammland der Liberalen gilt. Auch die Linke verbessert sich leicht, bleibt aber mit 4,4 Prozent ebenfalls unter der Fünfprozenthürde. Rechnerisch kommen vor allem eine Fortsetzung von Grün-Schwarz oder eine Variante mit veränderten Rollen (CDU-geführte schwarz-grüne Koalition) in Frage, da andere Zweierbündnisse weder politisch noch arithmetisch realistisch erscheinen.
Quellen
Grüne entscheiden Kopf-an-Kopf-Rennen für sich
Grüne gewinnen knapp vor der CDU – beide Parteien holen 56 Mandate