Die Bayer Aktie erlebt derzeit eine beeindruckende Aufschwungphase und notiert bei rund 49 Euro, was einem starken Plus von über 24 Prozent im laufenden Jahr entspricht. Positive Studienergebnisse und Hoffnungen auf Rechtsentscheidungen treiben den Kurs an.
Erfolge im Pharmabereich
Positive Phase-III-Studien zum Schlaganfallmedikament Asundexian haben die Bayer Aktie kürzlich um bis zu 12 Prozent steigen lassen und einen Jahreshöchststand bei 30,98 Euro markiert. Dieses orale Gerinnungshemmer reduziert das Risiko sekundärer Schlaganfälle signifikant, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen, und gilt als potenzieller Blockbuster mit Milliardenumsatz. Analysten sehen hierin einen De-Risking-Faktor für Bayers Pipeline.
Hoffnung im Glyphosat-Streit
Anleger spekulieren auf eine günstige Entscheidung des US-Supreme-Court im Glyphosat-Rechtsstreit, die bis Mitte 2026 erwartet wird und Tausende Klagen entwerten könnte. Experten bezeichnen 2026 als „Schicksalsjahr“ für Bayer, da ein positives Urteil Schuldenabbau und Investitionen ermöglichen würde. Raiffeisen Bank hat die Empfehlung auf „Halten“ mit Kursziel 37 Euro angehoben.
Aktuelle Kursentwicklung
Die Bayer Aktie hat ein 52-Wochen-Hoch bei 39 Euro erreicht und zeigt ein Plus von 116 Prozent über das letzte Jahr. Trotz anhaltender Rechtskosten und Umstrukturierungen stützt die Agrarsparte mit stabilem Wachstum die Performance. Im Jahresvergleich 2025 lag die Aktie bereits 40 Prozent im Plus und rangiert unter den Top-DAX-Gewinnern.
Ausblick für 2026
Analysten prognostizieren für 2026 einen Umsatz von 46,9 Milliarden Euro und ein EBITDA von 9,9 Milliarden Euro, mit einem günstigen KGV von 5,63. Neue Medikamente wie Sevabertinib und Zulassungen wie Kerendia in Japan bieten weitere Chancen. Dennoch bleiben Risiken durch Glyphosat-Klagen bestehen, die Sonderlasten in Milliardenhöhe verursachen.
Quellen
Bayer-Aktien erholen sich nach Jahren der Verluste um 40 %
Bayer Aktie: Scherbenhaufen oder Befreiungsschlag?