Während des historischen Besuchs von US-Vizepräsident JD Vance in Armenien wurde ein Abkommen zur zivilen Nuklearkooperation unterzeichnet. Dies markiert einen strategischen Shift Armeniens weg von russischer Energieabhängigkeit.
Der historische Besuch von JD Vance
US-Vizepräsident JD Vance besuchte erstmals als amtierender Vizepräsident Armenien in Jerewan. Dort traf er Premierminister Nikol Pashinyan und unterzeichnete eine Gemeinsame Erklärung zur friedlichen Nuklearkooperation. Dieser Besuch folgt auf ein Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan, das im August 2025 im Weißen Haus vermittelt wurde.
Details des „123-Abkommens“
Das Abkommen, bekannt als „123 Agreement“, ermöglicht den Export US-amerikanischer Nukleartechnologie nach Armenien. Es umfasst bis zu 5 Milliarden US-Dollar an initialen Exporten sowie weitere 4 Milliarden Dollar für Brennstoff und Wartung. Armenien plant damit, sein veraltetes russisches Atomkraftwerk Metsamor zu ersetzen und seine Energiequellen zu diversifizieren.
Strategische Bedeutung
Das Abkommen stärkt die bilateralen Beziehungen und unterstützt Armeniens Abkehr von Russland inmitten geopolitischer Veränderungen im Südkaukasus. Zusätzlich kündigte Vance Exporte fortschrittlicher Chips und Drohnen an, inklusive eines 11-Millionen-Dollar-Deals für Überwachungsdrohnen. Pashinyan betonte, es öffne ein neues Kapitel in der Energiepartnerschaft.
Regionale Implikationen
Vance reist anschließend nach Aserbaidschan weiter, um Friedensgespräche voranzutreiben. Die USA nutzen dies, um ihren Einfluss in der Region zu erweitern, die an Iran und die Türkei grenzt. Armenien hat sein Sicherheitsabkommen mit Russland ausgesetzt und sucht engere Bindungen zu USA und EU.
Quellen
Die USA und Armenien unterzeichnen während des Besuchs von Vance ein Atomabkommen.
Armenien und die USA unterzeichnen gemeinsame Erklärung zur friedlichen nuklearen Zusammenarbeit im Rahmen eines historischen Besuchs