Deutschland und Australien planen eine engere Partnerschaft im Rohstoffbereich, um die Abhängigkeit von China zu reduzieren. Außenminister Johann Wadephul betonte kürzlich in Canberra die strategische Bedeutung dieser Zusammenarbeit.
Hintergrund der Initiative
Außenminister Johann Wadephul traf sich am 4. Februar 2026 mit seiner australischen Kollegin Penny Wong in Canberra. Dort kündigte er an, die Importe kritischer Rohstoffe wie Lithium weiter auszubauen, da Australien ein zuverlässiger Partner für die Diversifizierung der Lieferketten sei. Deutschland ist auf diese Materialien für Elektroautos, Smartphones und Hochleistungsmagnete angewiesen.
Wichtige Rohstoffe aus Australien
Australien betreibt in Greenbushes die größte Hartgestein-Lithiummine der Welt, die rund 20 Prozent der globalen Fördermenge liefert. Zusätzlich verfügt das Land über reiche Vorkommen seltener Erden wie Neodym und Terbium. Diese Rohstoffe sind essenziell für die Energiewende und moderne Technologien in Deutschland.
Herausforderungen und Investitionen
Die Erschließung neuer Minen ist kostspielig, weshalb Wadephul betonte, dass Deutschland bereit sei, entsprechende Investitionen zu tätigen. Trotz hoher Kosten sei die Versorgungssicherheit prioritär. Dies unterstreicht die Dringlichkeit in Zeiten geopolitischer Spannungen.
Freihandelsabkommen als nächster Schritt
Ein geplantes EU-Australien-Freihandelsabkommen soll Handelsbarrieren abbauen und die Kooperation erleichtern. Nach Unterbrechungen 2023 laufen neue Verhandlungen; Wadephul fordert eine Einigung noch 2026. Beide Seiten sehen darin einen Gewinn für gleichgesinnte Partner.
Quellen
Deutschland will Rohstoff-Partnerschaft mit Australien
Rohstoff-Allianz: Deutschland und Australien intensivieren Zusammenarbeit