UN-Generalsekretär António Guterres hat in seiner jüngsten Pressekonferenz den wachsenden Machtkampf zwischen den USA und China scharf kritisiert. Er warnte, dass globale Probleme weder durch eine einzige Supermacht gelöst werden können noch durch eine Aufteilung der Welt in rivalisierende Einflusssphären. Diese Äußerungen fallen in eine Zeit geopolitischer Spannungen, verstärkt durch die Politik von US-Präsident Donald Trump.
Hintergrund der Kritik
Guterres äußerte sich am Rande seiner jährlichen Pressekonferenz zu den Zielen für sein letztes Amtsjahr. Er kritisierte explizit die unilaterale Politik der USA und das aufkeimende US-China-Duopol, das die Welt in zwei Pole teile. “Wir beobachten die Vorstellung einer Zukunft mit zwei Polen, einem basierend auf den USA und dem anderen auf China”, betonte er und plädierte für eine multipolare Weltordnung.
Guterres’ Forderungen
Der UN-Chef forderte eine Reform des Sicherheitsrats, um die Organisation effektiver zu machen. Er wies darauf hin, dass Kritiker der UN oft selbst Reformen blockieren. Zudem appellierte er an multilaterale Zusammenarbeit, da Konflikte wie in Gaza oder Ukraine nur durch den Sicherheitsrat bindend gelöst werden könnten.
Auslöser: Trumps Friedensinitiative
Guterres’ Worte folgten kurz nach der Vorstellung von Trumps “Board of Peace”, das zunächst den Gaza-Waffenstillstand überwachen sollte. Trump schlug vor, diesen Gremium potenziell als UN-Ersatz auszubauen. Der UN-Chef unterstrich, dass nur der Sicherheitsrat für Frieden und Sicherheit zuständig sei.
Globale Implikationen
Die Rivalität zwischen USA und China riskiert Instabilität in Wirtschaft, Technologie und Sicherheit. Guterres warnte vor getrennten Währungen, Internet-Systemen und militärischen Strategien. Eine multipolare Ordnung sei essenziell für Frieden und Entwicklung.
Quellen
UN-Chef kritisiert Machtkampf zwischen den USA und China
„Probleme lassen sich nicht lösen, indem eine Macht allein das Sagen hat“: UN-Chef stichelt gegen Trump