Die Uhrenindustrie steht 2026 weiter unter Druck, zeigt aber zugleich erste Stabilisierungssignale. Besonders neue Kollektionen, Investitionen in Manufakturen und eine vorsichtige Erholung in einzelnen Märkten prägen die aktuellen Nachrichten.
Marktlage der Uhrenindustrie
Die Schweizer Uhrenindustrie beendete das Geschäftsjahr 2025 mit einem Rückgang der Exporte um 1,7 Prozent auf 25,6 Milliarden Franken, was bereits das zweite Minus in Folge bedeutete. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten in der Branche um 1,3 Prozent, was den anhaltenden Druck auf die Produktion unterstreicht. Branchenberichte deuten jedoch darauf hin, dass die Lage nicht überall gleich ist und einzelne Segmente erste Erholungstendenzen zeigen.
Neue Modelle und Markenimpulse
Auf der Watches and Wonders 2026 präsentierten Marken wie Montblanc neue Modelle mit überarbeiteten Designs, neuen Materialien und technischen Neuerungen wie Zero-Oxygen-Technologie. Auch Rado sorgte mit dem neuen Anatom Skeleton für Aufmerksamkeit, weil die Marke erstmals das mechanische Innenleben des Modells sichtbar macht. Solche Neuheiten zeigen, dass die Uhrenindustrie trotz schwieriger Rahmenbedingungen stark auf Innovation und Markenprofilierung setzt.
Investitionen in Produktion
Mehrere Hersteller investieren weiter in ihre Fertigung und stärken damit langfristig ihre industrielle Basis. Audemars Piguet hat 2026 eine neue Manufaktur in Meyrin eröffnet, während Porsche Design eine neue Uhrenmanufaktur in Grenchen offiziell in Betrieb nahm. Diese Schritte zeigen, dass die Branche nicht nur auf kurzfristige Verkäufe reagiert, sondern auch ihre Produktionskapazitäten strategisch ausbaut.
Ausblick für 2026
Für 2026 erwarten Fachstellen eher eine ausgeglichene Entwicklung als einen schnellen Aufschwung. Positiv wirken einzelne Märkte wie die USA, wo es zuletzt deutliche Impulse gab, während China weiterhin schwach bleibt. Insgesamt bleibt die Uhrenindustrie ein Markt zwischen Belastung und Erneuerung, in dem Premium-Marken, technische Innovation und Produktionsstärke entscheidend bleiben.
Quellen
Uhrenindustrie weiter unter Druck
Ventrace: Schutz und Kontrolle für Ihre Uhr