Ein Pariser Gericht hat die Forderung der französischen Regierung nach einer dreimonatigen Sperre der Shein-Plattform abgelehnt. Der Skandal entbrannte durch den Verkauf illegaler Waren wie kinderpornographischer Sexpuppen, verbotener Waffen und Medikamente auf dem Marktplatz von Drittanbietern. Shein reagierte, indem es diese Produkte entfernte und den Marktplatz vorübergehend schloss, sodass nur eigene Markenprodukte angeboten werden.
Gerichtsurteil und Begründung
Die Richter hielten eine Sperre für „unangemessen“, da Shein die illegalen Angebote beseitigt habe, obwohl der Verkauf einen „schweren Schaden der öffentlichen Ordnung“ verursacht habe. Zusätzlich verpflichtete das Gericht Shein zu Altersüberprüfungen bei Erwachsenenprodukten, mit Strafen bis zu 10.000 Euro pro Verstoß. Frankreich plant Berufung gegen das Urteil.
Reaktionen und Ausblick
Shein begrüßte die Entscheidung und betonte den Schutz französischer Verbraucher sowie die Einhaltung lokaler Gesetze. Die Plattform kritisiert zuvor eine „politische und mediale Schmähkampagne“. Ermittlungen laufen weiter, und Shein steht unter Beobachtung, während ähnliche Plattformen wie Temu im Visier sind.
Quellen
Shein entkommt Plattformsperre in Frankreich nach Skandal
Gericht blockt Shein-Sperre: Paris’ Antrag gescheitert