ab Januar 2026 bleiben Preise wie für ein Schnitzel stabil oder steigen weiter. Die Branche kämpft mit massiven Kostensteigerungen, die jede Entlastung auffressen. Dieser Artikel beleuchtet die Hauptgründe basierend auf aktuellen Daten.
Steuersenkung ohne Preiseffekt
Die Mehrwertsteuersenkung ab 1. Januar 2026 soll die Gastronomie entlasten, führt aber nicht zu günstigeren Gerichten. Experten und Verbände wie der DEHOGA betonen, dass andere Kostenfaktoren dominieren und Preissenkungen die knappen Margen gefährden. Bei einem hypothetischen Schnitzel für 32 Euro könnte die Steuerersparnis rund 3 Euro ausmachen, doch diese fließt in laufende Ausgaben.
Explodierende Personalkosten
Personalkosten machen über 40 Prozent des Umsatzes aus und stiegen seit 2022 um 34,4 Prozent. Mindestlohnerhöhungen und Fachkräftemangel treiben Löhne weiter hoch, etwa von 2.200 auf 2.500 Euro monatlich im Durchschnitt. Gastronomen müssen qualifiziertes Personal halten, um Qualität zu sichern, was Preise stabilisiert.
Teurere Lebensmittel und Energie
Lebensmittelpreise kletterten um 27,1 Prozent, Fleisch um 2,9 Prozent, bei anhaltender Inflation von 2,2 Prozent im August 2025. Schweinefleisch kostet derzeit 1,67 Euro pro kg Schlachtgewicht, was Zulieferketten belastet. Energiepreise für Strom und Gas stiegen um 27,6 Prozent und überlagern jede Steuerentlastung.
Branchendruck und Ausblick
Gastro-Preise legten seit 2022 um 26 Prozent zu, Umsätze stagnieren trotz Nachfrage. Viele Betriebe investieren in Modernisierungen oder decken Verluste ab, statt Preise zu senken. Der DEHOGA fordert weitere Reformen, doch Gäste spüren weiterhin den Kostendruck.
Quellen
Hohe Kosten drücken: Warum Gastronomie-Preise nicht sinken
Personal und Energie: Gründe für teure Schnitzel 2026


