Der US-Sportartikelhersteller Nike hat nach Bekanntgabe seiner jüngsten Quartalszahlen einen massiven Kurseinbruch an der Börse erlitten. Die Aktie verlor zeitweise über 10 Prozent an Wert, nachdem das Unternehmen einen Umsatzrückgang und eine geringere Gewinnmarge meldete. Besonders schwach entwickelte sich das Geschäft in China, das bisher als Wachstumstreiber galt. Analysten zeigten sich überrascht von der Schwere der Einbußen.
Ursachen: Nachfrageschwäche und Konkurrenzdruck
Nike kämpft derzeit mit einer nachlassenden globalen Nachfrage nach Sportbekleidung und Schuhen. Hinzu kommt intensiver Wettbewerb durch Marken wie Adidas, Puma und New Balance, die ihre Marktanteile insbesondere in Europa und Asien ausbauen. Auch gestiegene Produktionskosten und ein starkes US-Dollar-Umfeld belasteten die Margen deutlich.
Reaktion der Anleger und Analysten
Anleger reagierten mit Skepsis auf die Zahlen und Prognosen für das kommende Geschäftsjahr. Mehrere Investmentbanken, darunter JP Morgan und Morgan Stanley, senkten ihre Kursziele für die Nike-Aktie. Die Analystin Jessica Li von Morgan Stanley kommentierte, dass „Nikes kurzfristige Wachstumsaussichten von strukturellen Problemen betroffen seien, insbesondere im Bereich E-Commerce und Direktvertrieb“.
Strategische Gegenmaßnahmen des Unternehmens
Das Management kündigte an, die Kostenstruktur zu überarbeiten und das Produktportfolio zu straffen. Zudem sollen innovative digitale Vertriebskanäle und neue Sportmodelle in 2026 Marktanteile zurückgewinnen helfen. CEO John Donahoe betonte in einer Mitteilung, das Unternehmen bleibe „finanziell solide“ und werde den Fokus stärker auf Profitabilität und Effizienz legen.
Ausblick: Erholung erst mittelfristig erwartet
Analysten sehen eine mögliche Erholung der Aktie frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2026, sofern sich die Konsumstimmung verbessert und Nike neue Produkte erfolgreich positioniert. Bis dahin dürften Anleger mit hoher Volatilität und anhaltendem Druck auf die Margen rechnen.
Quellen
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