Die Zahl der Firmenpleiten im deutschen Einzelhandel bleibt weiterhin auf hohem Niveau und zeigt nur eine leicht abgeschwächte Dynamik. Zwischen August 2024 und August 2025 wurden 2.490 Insolvenzen verzeichnet, was nahezu dem Negativrekord von 2.520 Fällen im Vorjahreszeitraum entspricht. Experten führen den nur noch moderaten Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der zuvor noch bei 20 Prozent lag, auf leicht verbesserte wirtschaftliche Aussichten zurück.
Ursachen für die Insolvenzentwicklung
Der deutsche Einzelhandel steht unter starkem Wettbewerbsdruck, insbesondere durch den Online-Handel, was vielen kleineren Einzelhändlern das Überleben erschwert. Die Krise hat sich seit der Pandemie verschärft durch veränderte Geschäftsmodelle und Konsumverhalten. Gleichzeitig wirkt sich die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit belastend auf die Liquidität vieler Unternehmen aus.
Prognose und Ausblick
Branchenexperten erwarten, dass die Konsolidierung im Einzelhandel weitergehen und die Insolvenzzahlen in einem abgeschwächten Tempo ansteigen werden. Trotz der hohen Fallzahlen gibt es Hoffnung auf eine langsame Verbesserung der Lage, da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen allmählich stabilisieren. Reformen im Bereich der Sozialversicherungen und eine stärkere Unterstützung insbesondere für personalintensive Unternehmen könnten entscheidend sein, weitere Pleiten zu verhindern.
Quellen
Unternehmensinsolvenzen im deutschen Einzelhandel 2025 auf Rekordniveau
Einzelhandel in der Krise: Zahl der Pleiten weiterhin auf hohem Stand
