Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach der Einführung des Euro ist die gute alte D-Mark noch nicht vollständig verschwunden. Laut aktuellen Zahlen der Deutschen Bundesbank wurden im Jahr 2025 noch immer 53 Millionen D-Mark in Euro umgetauscht. Der Betrag entspricht etwa 27 Millionen Euro.
Die Behörde weist darauf hin, dass der Umtausch von D-Mark-Banknoten und -Münzen zeitlich unbegrenzt möglich bleibt. Viele Bürger bewahren alte Münzen aus Nostalgie auf – andere entdecken vergessenes Bargeld auf Dachböden oder in alten Schränken.
Milliardenbeträge weiter im Umlauf
ach Schätzungen der Bundesbank sind derzeit noch über 12,1 Milliarden D-Mark im Umlauf, die bislang nicht zurückgegeben wurden. Davon entfallen rund 5,6 Milliarden D-Mark auf Banknoten und 6,5 Milliarden auf Münzen.
Fachleute vermuten, dass ein erheblicher Anteil davon im Ausland lagert – vor allem in den Nachbarländern Osteuropas sowie in touristischen Regionen, in denen die D-Mark einst als stabile Zweitwährung galt.
Gründe für die anhaltenden Umtauschaktionen
Der anhaltende Umtauschtrend hat mehrere Ursachen:
- Erinnerungswert: Viele heben kleinere Beträge als Erinnerungsstück auf.
- Nachlässe: In Nachlässen tauchen immer wieder Bargeldbestände auf.
- Sammlerinteresse: Einige Münzen oder Scheine haben heute Sammlerwert.
Die Bundesbank betont, dass der Umtauschkurs weiterhin 1 Euro = 1,95583 D-Mark beträgt.
Blick in die Zukunft
Eine vollständige Rückgabe der D-Mark-Bestände ist nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten unwahrscheinlich. Vieles dürfte dauerhaft verschwunden sein oder bewusst als Sammlerstück verbleiben. Die D-Mark bleibt somit – neben einer Währungseinheit – auch ein emotionales Symbol für eine wirtschaftlich starke Ära Deutschlands.
Quellen
53 Millionen D-Mark wechseln 2025 den Besitzer – Nachfrage bleibt hoch
Nostalgie in Scheinen: Warum Deutsche weiter D-Mark umtauschen


