Zahl der Firmenpleiten erreicht höchsten Stand seit 2014

09/12/2025
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insolvenzen mittelstand deutschland

Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts haben im Jahr 2025 rund 23.900 Unternehmen in Deutschland Insolvenz angemeldet – so viele wie seit 2014 nicht mehr. Besonders betroffen sind kleine und mittelständische Betriebe, die mit hohen Energiekosten, gestiegenen Zinsen und einer schwachen Binnenkonjunktur kämpfen. Während große Konzerne in der Regel über mehr finanzielle Rücklagen verfügen, bringt die angespannte Wirtschaftslage viele mittelständische Betriebe an ihre Grenzen. Experten warnen, dass sich dieser Trend im kommenden Jahr fortsetzen könnte.

Mittelstand unter besonderem Druck

Die Insolvenzen konzentrieren sich laut Branchenanalysten vor allem auf Handwerk, Einzelhandel und Bauwirtschaft. Besonders stark betroffen seien Betriebe mit geringer Eigenkapitalquote, die in den vergangenen Jahren von günstigen Krediten lebten. „Viele Unternehmen, die die Energie- und Zinskrise überstanden haben, kämpfen nun mit sinkender Nachfrage und anhaltenden Kostensteigerungen“, erklärte der Ökonom Markus Krüger vom ifo-Institut. Für 2026 erwartet er „keine echte Trendwende, sondern bestenfalls eine Stabilisierung auf hohem Niveau“.

Fehlende Aufträge und Liquiditätsprobleme

Neben Kostensteigerungen spielen auch Nachfragerückgänge und Finanzierungsschwierigkeiten eine große Rolle. Laut einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind die Umsätze vieler mittelständischer Betriebe seit Mitte 2024 spürbar eingebrochen. Das mache Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit zunehmend schwer. Zudem melden Banken eine wachsende Zahl von Zahlungsausfällen bei Unternehmenskrediten – ein deutliches Anzeichen für die fragile Lage vieler Betriebe.

Aussichten für 2026 bleiben gedämpft

Trotz einiger positiver Signale, etwa leicht sinkender Energiepreise, sehen Ökonomen keine schnelle Erholung. Der anhaltende Fachkräftemangel und die internationale Unsicherheit dämpfen die Erwartungen. „Selbst bei einer leichten Erholung der Konjunktur wird die Zahl der Insolvenzen 2026 wohl über dem Durchschnitt der Vorkrisenjahre bleiben“, prognostiziert Commerzbank-Analystin Julia Weber. Entscheidend werde sein, ob die Inflation weiter zurückgeht und die Nachfrage im europäischen Exportgeschäft wieder anzieht.

Quellen

Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigen auf Rekordniveau
Mittelstand unter Druck: So viele Firmenpleiten wie seit Jahren nicht

Lea Hoffmann

Lea Hoffmann

Ich bin Lea Hoffmann, leidenschaftliche Redakteurin bei Investorbit.de. Mit Begeisterung verfolge ich täglich die spannendsten Wirtschaftstrends. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich und frisch zu präsentieren. Ich liebe es, Leserinnen und Leser mit aktuellen News zu begeistern!

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