Spanien und
Nachwirkungen des Sturms „Leonardo“
Das Tiefdrucksystem „Leonardo“ verursachte in den vergangenen Tagen schwere Überschwemmungen, Evakuierungen von über 10.000 Menschen in Andalusien und mindestens zwei Todesopfer in Spanien sowie eines in Portugal. Flüsse wie der Guadalquivir erreichten ihre Kapazitätsgrenze, Straßen wurden gesperrt und der Bahnverkehr eingestellt. Landwirte melden Ernteausfälle in Millionenhöhe, mit Schäden von rund 750 Millionen Euro allein in der portugiesischen Land- und Forstwirtschaft.
Ankunft des Sturmtiefs „Marta“
„Marta“ bringt heftige Regenfälle, Orkanböen bis 110 km/h und Wellen bis zu 13 Metern Höhe an den Küsten. In Andalusien und Nordwestspanien gilt die orange Warnstufe, während Portugal die gesamte Küste und 18 Bezirke betroffen sieht. Der portugiesische Zivilschutz warnt vor enormem Druck auf Flussgebiete wie Tejo und Sado, mit über 26.500 Einsatzkräften im Bereitschaftsdienst.
Maßnahmen der Behörden
Spanischer Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach nach einem Überflug von „schwierigen Tagen“ und gefährlichen Prognosen. In Portugal verschoben drei Gemeinden Präsidentschaftswahlen aufgrund der Unwetter. Evakuierungen, Straßensperrungen und Appelle zur Reisevermeidung dominieren; der Wetterdienst Aemet erwartet zwar weniger extreme Regenmengen als bei „Leonardo“, betont aber anhaltende Risiken.
Klimawandel als Ursache?
Die Iberische Halbinsel erleidet zunehmend extreme Wetterereignisse: Längere Hitzewellen im Sommer wechseln mit intensiven Starkregen im Winter. Experten sehen hier den Einfluss des Klimawandels, der Böden sättigt und Überschwemmungsrisiken verstärkt. Schäden belaufen sich bereits auf Milliarden Euro, mit Forderungen nach staatlicher Hilfe für Betroffene.
Quellen
Spanien und Portugal wappnen sich für neuen Sturm
Erstes Todesopfer bei neuem Unwetter in Spanien und Portugal

