Beim Technologiekonzern Bosch gibt es keine Entspannung in Sicht. Konzernchef Stefan Hartung erklärte kürzlich bei der Vorstellung der vorläufigen Bilanz 2025: „Ich kann keine Ruhe zusichern.“ Der Grund: Ein massiver Gewinneinbruch und teure Stellenabbaumaßnahmen belasten das Unternehmen stark.
Finanzielle Lage 2025
Das operative Ergebnis (EBIT) von Bosch halbierte sich nahezu auf 1,7 Milliarden Euro, obwohl der Umsatz leicht auf 91 Milliarden Euro stieg. Hauptursache sind Rückstellungen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro für sozialverträgliche Stellenabbaus, insbesondere Abfindungen. Der Automobilbereich Mobility litt unter schwacher Nachfrage und hohem Preisdruck.
Stellenabbau und Sparmaßnahmen
Bosch plant den Abbau von bis zu 20.000 Stellen in Deutschland, vor allem in der Autozulieferung. Bereits im September 2025 wurden 13.000 weitere Kürzungen angekündigt, was zu Verhandlungen an Standorten wie Bühl, Immenstadt und Holzkirchen führt. Trotz einiger Milderungen, wie in Bühl mit 1.200 statt 1.700 Jobs, bangt die Belegschaft um die Zukunft.
Ausblick für 2026
Für 2026 erwartet Bosch keine schnelle Besserung durch anhaltenden Wettbewerbsdruck, geopolitische Unsicherheiten und neue US-Zölle. Verbesserungen sind erst ab 2027 in einzelnen Märkten möglich, warnte Hartung. Der Konzern fordert flexiblere Rahmenbedingungen in Deutschland, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Gründe für die Unruhe
Neben der schwachen Weltkonjunktur drücken chinesische Konkurrenten und Lieferkettenprobleme bei Chips Bosch. Auch im Konsumgüterbereich wie BSH Hausgeräte kommt es zu Werksschließungen durch günstigere asiatische Produkte. Hartung betonte: „Wir müssen sehr viel besser und schneller als der Wettbewerb sein.“
Quellen
“Keine Ruhe” bei Bosch
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