Das deutsche Skisprungteam zeigt nach dem Abschluss der Vierschanzentournee in Bischofshofen eine klare Spaltung in zwei Lager. Felix Hoffmann und Philipp Raimund kämpfen um Podestplätze und liegen auf Platz vier bzw. sechs der Gesamtwertung, während Pius Paschke (25.), Andreas Wellinger (39.) und Karl Geiger (49.) enttäuschen. Bundestrainer Stefan Horngacher muss nun einen Balanceakt meistern, um die Form der Schwächeren vor den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina zu steigern.
Herausforderungen für Horngacher
Horngacher beschreibt die Situation als “Spagat”: Die Überflieger brauchen Unterstützung für die Tournee-Ende, die anderen intensive Arbeit, um ihr Fluggefühl zurückzuerlangen. Geiger und Wellinger, beide mit Formschwächen belastet, drücken Zweifel aus, betonen aber ihren Olympia-Fokus. Gespräche zwischen Trainern und Athleten laufen auf Hochtouren, da nur vier Springer nach Predazzo dürfen.
Olympia-Ausblick und Kaderentscheidung
Nur vier Deutsche qualifizieren sich für Olympia Anfang Februar 2026, wobei Hoffmann und Raimund als gesetzt gelten – ein Platz aus dem Trio Paschke, Wellinger oder Geiger fällt weg. Zudem steht die Skiflug-WM in Oberstdorf an, wo ein starkes Team gefordert ist. Horngacher betont den intensiven Prozess, bleibt optimistisch: “Wir ziehen alle an einem Strang”.
Quellen
Das deutsche Skisprungteam zerfällt vor Olympia in zwei Teile
Desaster bei Olympia-Premiere – Skispringer wüten nach Anzug


